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Kirchensteuer

Der Staat als Geldeintreiber für die mafiöse Kirchenstruktur. In Österreich ist es ja noch relativ einfach. Wenn man der katholischen Kirche einfach nie Geld zahlt, dann lassen sie einen in Ruhe. Sie versuchen es zwar immer wieder aber soweit wie es jetzt in Frankfurt ist, sowas hab ich vorher noch nicht gehört.

Spiegel Artikel

In dem Artikel wird auch klar ausgesprochen, dass es nur ums Geld geht. Aber das man einer Gemeinde rechtverbindlich zugeordnet wird, nur weil man im Meldezettel die Religion angibt, ist so “himmelschreiend” ungerecht, dass einem die Worte fehlen.

Nicht nur das der angeblich säkuläre Staat als Steuereintreiber fungiert, er meldet dich ohne dein Wissen an und du kannst dann dafür zahlen.

Wenn mein Kind Mehrwertdienste am Handy nutzt, kommt man da im üblichen noch relativ schadlos raus obwohl die Schuld hier eindeutig bei den Handybesitzern liegt und nicht beim Anbieter, der sein Geld will.

Das bei dieser Gemeinde nicht mal eine Diskussion möglich war, obwohl niemals aktiv um Beitritt angesucht wurde, ist eine Frechheit, die ein viel prominenteres Forum bräuchte.

Ich kann nur hoffen, dass sich diese Sache verbreitet.

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Rückgrat und Eier

Die 2 Dinge die ich vermisse. Ich habe beides aber ich komme nicht gegen rückgratlose Manager an, wenn mein eigener Chef ein eierloser Warmduscher ist. 

Klar klingt das gemein, wenn man die Hintergründe nicht kennt. Aber ich hab keinen Bock mich ausnutzen zu lassen, nur weil sich mein Chef nicht durchsetzen  kann. Dafür schleimt er rum,  wie wichtig ich nicht wäre. 

Klar ohne mich ginge es eh nicht weiter im Büro, aber hier sag ich nur Bares ist Wahres. Eines Tages werde ich ausrasten und ihm sagen, dass er sich endlich Eier wachsen lassen muss. Sonst kann er gerne meinen Job machen. 

Und dann hört man wie er alles noch schlimmer macht, wenn ich mal nicht da bin, weil er meint ich mach das dann schon. 

Ich bin übrigens nicht Gott. Auch meine Fähigkeiten haben Grenzen. Ich stehe am Rande des Burnout und er glaubt die liebe **** macht das schon. 

Ich hab keinen Bock mehr. Ein neuer Job muss her und zwar dringend. 

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Moral und Empathie

Was ist Moral? Was ist moralisch richtig? Was falsch?

Wir stehen in unserem Leben manchmal an einem Scheideweg. Tun wir das moralisch richtige oder nicht? Aber was ist diese Moral und was ist der Grund sich dafür zu entscheiden.

Christliche Fundamentalisten sind der Meinung, dass Atheisten keine Moral haben. Für sie sind Atheisten Mörder, Diebe und Vergewaltiger. Die Wahrheit sind anders aus.Studien haen gezeigt, dass Atheistin ähnliche Gehirnmuster haben wie Psychopathen. Ein gefundenes Fressen für alle Gläubigen. Wir sind Psychopathen, also Mörder, Serienmörder, Massenmörder. Doch wer sind die großen Mörder unserer Geschichte wirklich gewesen und worin ähneln Atheisten tatsächlich den Psychopathen.

Es beginnt mit der Moral, dem Gefühl für richtig und falsch.

Der Christ, Jude, Moslem muss sich (so glaubt er) am Ende seines Lebens für seine Taten rechtfertigen. Ihm droht die Hölle oder das Fegefeuer wenn er nicht nach seinen vorgegebenen Werten gelebt hat.

Ein Psychopath rechtfertigt sich vor niemandem außer sich selbst. Ein Psychopath kennt auch den Unterschied zwischen gut und böse, richtig und falsch. Aber er tut unter Umständen falsches und böses wenn es ihm zum Vorteil gereicht. Er ist jemand der eiskalt kalkuliert. Er ist nicht völlig gleichgültig, den er kann physischen Schmerz fühlen und er findet das Gefängnis auch nicht gerade bequem. Also passt er sich an und verbirgt sein Wesen. Wird zum Schauspieler.

Der Atheist ist anders. Er hat etwas sehr wichtiges, dass dem Psychopathen völlig fehlt und das Studien zufolge auch bei Gläubigen rarer gesät ist. Er hat Emphatie. Mitgefühl ist der Grund warum Atheisten keine gottlosen Wilden sind. Wir möchten nicht, dass es unseren Mitmenschen schlecht geht, selbst ein Wildfremder hat mein Mitgefühl verdient. Er kann es nur durch sein eigenes Verhalten verlieren.

Religiöse Menschen richten ihr Mitgefühl in erster Linie auf die, die ihnen gleichen. Natürlich lieben auch Gläubige ihre Kinder und so mancher Gläubiger steht vor einer schweren Prüfung wenn sein Mitgefühl mit dem eigenen Blut mit seinen religiösen Werten kollidiert. Wenn das eigene Kind nicht glaubt oder wenn das eigene Kind homosexuell wird oder wenn es einen andersgläubigen Partner nach Hause bringt.

An dieser Stelle entscheidet sich ob die eigene Empathie stärker ist als der erlernte Glaube. Natürlich ist das auch umgekehrt eine schwere Prüfung. Meine atheistischen Eltern hatten schwere Zeiten als ich in einer christlichen Sekte war. Aber sie waren immer an meiner Seite und haben meinen Glauben in dieser Zeit einfach aktzeptiert und mir die Zeit gegeben um zu erkennen, dass ich von Blendern umgeben war. Und so gelang mir der Ausstieg viel leichter, als wenn ich christliche Eltern hätte und zum Judentum konvertiert wäre. Plötzlich Jesus als Erlöser abzulehnen wäre etwas, dass zum Bruch führen kann.

Und das ist die erlernte Moral, die uns entzweit. Weil Moralvorstellungen nicht aus den Erfahrungen erwachsen sondern angelernt werden.

Es mag nicht die Definition aus dem Wörterbuch sein, aber Empathie ist für mich der innere Kompass der auf gut und richtig zeigt, wann immer wir vor einer Entscheidung stehen.

Die Moral zwingt uns in der Kirche Geld in den Klingelbeutel zu geben. Die Empathie lässt uns freiwillig geben. Sie richtet unseren Kompass auf die, die wirklich Hilfe brauchen.

Ich habe gelernt mich auf meinen Kompass zu verlassen.

Es ist z.B. nicht richtig, den eigenen Körper wegen religiöser Moralvorstellungen zu verhüllen obwohl man das eigentlich nicht möchte.

Es ist aber richtig, den anderen die Freiheit der Verhüllung zu gewähren, wenn er/sie das möchte. Wenn eine Frau eine hohe Schamgrenze hat, ist es okay  wenn sie sich verhüllt, jedoch sollten niemand, egal ob aus Angst, Scham oder religöser Überzeugung sein Gesicht verhüllen. Denn damit sperrt man sich selbst ein und die Welt aus. Damit kann man nicht glücklich werden.

Doch sollte man es deshalb nicht gesetzlich verbieten sondern viel mehr Aufklärung betreiben.

Aber Kleidung und Kopfbedeckung seien jedem so gegeben wie er es möchte.

Anderes Beispiel: Es ist nicht richtig einen Menschen zu verurteilen, weil er/sie sich für Geld sexuell anbietet.

Es ist richtig, einem Menschen Hilfe anzubieten, der dies nicht aus Überzeugung sondern aus Verzweiflung oder durch Zwang tut.

Eine Prostituierte ist nicht weniger Opfer, wenn sie vergewaltigt wird, als jede andere Frau.

Niemand soll sich verkaufen müssen, aber jeder sollte es dürfen.

Denn auch für meinen Job im Büro verkaufe ich mich, nur ist es nicht mein Körper sondern mein Geist, den ich hier anbiete und das ist okay, solange es zu meinen Bedingungen geschieht, solange ich nicht versklavt werde.

Den Unterschied macht hier nur die Moralvorstellung, dass es falsch ist sexuelle Dienste für Geld anzubieten. Aber es liegt immer an einem selbst ob es richtig oder falsch ist.

Nur weil es für mich falsch ist, ist es nicht generell falsch. Es ist nicht für die PornodarstellerInnen falsch. Es ist nicht für StripperInnen falsch. Es ist auch nicht für Prostituierte falsch, wenn es ihre eigene Entscheigung ist. Wenn es für sie richtig ist.

Wenn ihr euch also ertappt wie er ein Urteil aufgrund erlernter Moralvorstellungen fällt, werft die Moral ab.

Hört auf euer Gefühl!

 

 

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Heute ein Atheist sein

Ich habe diesen Blog gebaut, weil ich das Gefühl habe, dass man trotz unserer aufgeklärten Zeit immer noch nicht offen Atheist sein darf. 

Niemand zweifelt dich als Person an wenn du zu Gott betest und einen Glauben offen trägst. Wenn du die Existenz Gottes aber nicht anerkennst obwohl es wissenschaftlich erwiesen ist, bekommst du irritierte Blicke selbst von konfessionslosen. Konfessionslos ist nicht gleich Atheist. 

Auch ich habe trotz Kirchenaustritt mit 14 lange an der Möglichkeit eines Gottes festgehalten. Habe mir eingeredet, dass er in einer anderen Art existent ist, als die Bibel es vorbetet. Aber am Ende konnte ich nur zu dem Schluss kommen, dass es keine logische Begründung gibt an Gott zu glauben. 

Man muss nicht glauben, dass die Hölle droht um ein guter Mensch zu sein. Man kann auch einfach gut sein ohne eine Belohnung im Nachleben zu erwarten. Moralisch ist das sogar besser. 

Als Atheist tu ich das richtige ohne eine Gegenleistung zu erwarten. 

Aber nicht nur privat ist es schwer. Auch politisch und beruflich. 

Ich fühle mich durch keine Partei vertreten, denn keine Partei ist für Atheisten zuständig. Wir genießen keinen Schutz. Wen man mich beschimpft, weil ich gottlos bin, muss ich das einfach hinnehmen. Religionen sind gesetzlich gegen die Wahrheit geschützt. 

Vielleicht findet ein anderer Atheist Trost in meinen Worten. Ein Atheist zu sein hat meine Psyche stabilisiert. Ich warte nicht mehr auf Wunder oder glaube mein Leben sei eine Prüfung. Ich nehme die Dinge in die Hand und mache das beste aus dem einen Leben das ich habe. Würde das jeder machen,  würden wir wahrscheinlich in einer besseren Welt leben. 

Wer weiß. 

Ich freue mich über eure Erfahrungen zu lesen. 

Lg eure anonyme Atheistin.