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Todesfall durch synthetische Cannabinoide oder …

wie die Medien die E-Zigarette zum Mörder machten.

Leider starb kürzlich ein Mensch an synthetischem Cannabis (auch gerne als synthetisches THC bezeichnet).

Deshalb wollte ich mich erstmal über synthetisches Cannabis informieren und stieß dabei auf die Seite checkit.wien.

Die Seite check-it.wien bietet Aufklärung über verschiedenste Substanzen und auch den sogenannten Drug Check. Ziel davon ist es, die Zahl der Drogentoten zu verringern, ohne dabei mit erhobenem Zeigefinger zu arbeiten. Und das wird auch gut angenommen.

Und da check-it keinen Grund hat, besonders sensationell zu agieren, sondern einfach nur sachlich aufklärt, ist deren Information zu synthetischem Cannabis auch glaubwürdig.
Aufgrund der Angaben auf der Seite, kann ich nachvollziehen, dass es durch diesen Substanzmissbrauch, zu Todesfällen kommen kann.

Nicht nachvollziehen, kann ich die aktuelle Schlagzeile, die durchs Web geistert.

Bereits über eine Woche ist es her, dass bei Focus als erstes die dubiose Lungenkrankheit aufgeploppt ist, wir haben es der Arbeit von Vape Advokaten auf der ganzen Welt zu verdanken, dass sich die Wahrheit sehr schnell verbreitet hat. Nämlich, dass es sich um eine Atemdepression und andere Lungenleiden handelte ausgelöst durch den Konsum von synthetischem Cannabis .

Und es sei positiv angemerkt, dass nicht nur die Public Health von Kings County, wo solche Fälle auftraten, sondern auch die Public Health von Groß Britannien, korrekte Verlautbarungen gemacht haben, wo auf die Gefahr der synthetischen Cannabinoide hingewiesen wurden und klar gemacht wurde, dass kein direkter Zusammenhang zur E-Zigarette besteht.

Das war übrigens nicht der erste Todesfall durch synthetisches Cannabis. Leider kam es schon mehrmals zu direkten (durch den Konsum) oder indirekten Todesfällen (Unfälle durch eingeschränkte Reaktionsfähigkeit).

Dies gilt allerdings nur für synthetisches Cannabis.

Es gibt weiterhin keinen einzigen bekannten Fall, bei dem der Konsum von natürlichem Cannabis zum direkten Tod geführt hat. Und es gibt weiterhin keinen bekannten Fall, wo die Nutzung einer E-Zigarette zum direkten Tod führte (sachgemäße Anwendung immer vorausgesetzt, ich kann mich auch mit einem Buttermesser schneiden wenn ich es darauf anlege).

Mein Mitgefühl geht zur Familie des Opfers im aktuellen Fall.

Meine Forderungen an die Politik sind ein legaler geregelter Handel mit Cannabis, um gepanschtes Gras, Öl oder Liquid zu verhindern. Der Mensch ist ein Genießer und es würden die Kosten für das Gesundheitssystem reduzieren und die Einnahmen für den Staat erhöhen, wenn Cannabis als Rauschmittel mit den geringsten Gesundheitsschäden (im Vergleich zu Tabak und Alkohol), legal verfügbar wäre.

Nur so kann man sicherstellen, dass Jugendliche in ihrer Experimentierfreude keine unsicheren illegalen Substanzen konsumieren.

Verbote und Überregulierungen kosten jeden Tag Menschenleben.

  • So wie die überhöhte Tabaksteuer, die Zahl der geschmuggelten Zigaretten erhöht, die mit deutlich mehr Teer und anderen Schadstoffen daher kommen.
  • Die Überregulierung der E-Zigarette und ihrer Liquids inkl. Versandverbot, führt zum illegalen Import aus dubiosen Quellen ( da sich anständige Händler nicht auf das Risiko einlassen).
  • Das grundsätzliche Verbot des Handels mit THC und bald wohl auch CBD, führt zu einem florierenden Handel für jeden kleinen Drogendealer mit einer Wärmelampe und einem kleinen Labor.

Ich habe nichts gegen eine vernünftige evidenzbasierte Regulierung von Liquids, z.B. Angaben von Allergenen, Grenzwerte für Inhaltsstoffe.
Aktuell sind die Grenzwerte für Nikotin völlig unrealistisch und nicht an die tatsächlich schädlichen Mengen angepasst. Es gibt bereits eine solide Datenlage, ab welcher Menge pro Kilogramm Körpergewicht, Nikotin negative Auswirkungen hat, nehmen wir doch diesen Wert, rechnen ihn hoch auf das Durchschnittsgewicht eines Erwachsenen, halbieren ihn und dividieren ihn durch 1000, dann haben wir eine realistische Puffwertgrenze für Nikotin.

Geräte sollten jedoch nicht im Tabakgesetz geregelt werden, hier sollten, die Gesetze für elektronische Geräte (CE Prüfung) ausreichen.

Die Tabaksteuer sollte entweder wieder reduziert werden um den Schmuggel zu unterbinden oder wenigstens sollte sie in kostenlosen Zugang zu Entwöhnungsprogrammen investiert werden. Und zwar in Programme, die auch nachweisbare Erfolge bringen. Zum Beispiel in Form eines Gutscheins für eine E-Zigarette, man würde dafür bestimmt Partner finden.

Und zuletzt das Cannabis. Dieses sollte wie alles in der Agrarwirtschaft unter sinnvollen Auflagen (bezüglich Dünger und Herbiziden, Insektiziden) gewerblich angebaut werden dürfen und es sollte maximal mit einer Genussmittelsteuer belegt werden, wenn es in den Privatverkauf geht, für den medizinischen Bedarf sollte es steuerfrei sein.

Es stehen uns für alle genug Forschungen und Studien zur Verfügung um eine sinnvolle Regulierung zu realisieren, die den Bürger nicht in seinen Freiheiten massiv einschränkt.

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Was als nächstes kommt

Erst kam das Gras, dann kam die Dampfe…

Und dann kamen ein paar Idioten auf die Idee, diese ungeprüft zu kombinieren.

Doch was soll die mediale Hetze. Ein paar Kids haben mal wieder Drogen genommen. In einigen der betroffenen Staaten vermutlich sogar völlig legal (und ich bin grundsätzlich für die Legalisierung).

Aber worauf will man mit der Hetze hinaus?

Man wird sich bald mit der Fda befassen müssen. Die Fda wird diese und andere Fälle mit offenen E-Zigaretten Systemen zum Anlass nehmen (und natürlich auch das Geld dass ihnen die Tabaklobby zusteckt), offene Systeme bei der Anmeldung einfach abzulehnen.

Man wird nur geschlossenen Systemen eine Freigabe erteilen. Und Marken wie blu und Juul, die bereits in den Händen der Tabaklobby sind, reiben sich die Hände.

Hier muss öffentlicher Widerstand her.

Ja in einen wiederbefüllbaren Verdampfer kann man auch anderes füllen.

Auch in Wasserflaschen kann man Wodka füllen.

Man kann auch einen Truthahn mit Styropor anfüllen.

Das alles sind Dinge die man tun kann und die zB im Falle der Wasserflasche sicher auch öfter getan werden als es gut ist. So manch Alkoholiker versteckt so seine Probleme und steigt abends ins Auto. Trotzdem sind Wasserflaschen keine Einwegbehälter, mit winzigen Trinköffnungen, um eine Wiederbefüllung zu verhindern.

Und Truthähne werden auch nicht nur mit Füllung verkauft, weil mancher nicht kochen kann.

Und es ist absolut nicht notwendig E-Zigaretten zu geschlossenen Systemen zu machen um Missbrauch zu verhindern.

Erwachsene können und dürfen im Rahmen der Gesetze auch E-Zigaretten zweckentfremden und müssen nicht vom Staat bevormundet werden. Sie müssen nur mit den Konsequenzen ihrer Handlungen leben.

Wenn ich mir eine berauschende bzw betäubende Substanz kaufe, dann ist es eigentlich sogar egal ob diese vom Fachhandel oder vom Pop Up Store kommt. Ich muss selbst in der Lage sein mich über die Risiken und Nebenwirkungen zu informieren.

Es braucht und gibt hoffentlich auch in den USA Gesetze, die den Verkauf von Cannabis und Alkohol an Minderjährige verbieten.

Der mündige Erwachsene muss ab und zu auch mal selber denken.

Es kann nicht sein, dass eine ganze Industrie mal wieder in Verruf gerät, weil einer die Katze in der Mikrowelle trocknet.

Am Ende würde mich nicht wundern wenn da wieder irgendeine unnötig gefährliche Challenge dahinter steckt(sowie das mit dem Zimt essen).

Das Ziel der Lobby und der Politik ist klar. Nur geschlossene Systeme bringen den richtig fetten Gewinn.

Wir sollen unsere Liquids nicht beim besten kaufen sondern an den Hersteller des Gerätes (des Podsystems) gebunden werden. Warum sonst gibt es zig Podsysteme, die äußerlich alle gleich sind, aber jeder ein leicht abgewandeltes Stecksystem verwendet.

Eigentlich ist es total offensichtlich, nicht war?

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Aufklärung der mysteriösen Lungenkrankheit

So nun hat Public Health von Kings County für Aufklärung gesorgt. Diese Fakten werden aber wohl kaum die große Welle machen.

Die sind nicht mehr mysteriös genug.

Was war nun genau das Problem?

Nun es war nicht die E-Zigarette sondern, die Tatsache, dass damit Cannabis konsumiert wird.

Der Bericht lässt zwar auch zu wünschen übrig, denn es ist die Rede von Cannabis oder CBD Öl.

Die Vermutung ist, dass mit Cannabis THC gemeint ist. Jedenfalls aber ist klar, dass in Öl Form konsumiert wurde.

Bei der Arbeit werde ich oft gefragt ob man THC bzw. CBD Öle Dampfen kann.

Dies kann ich immer nur verneinen. Nicht wegen gesundheitlicher Bedenken, denn ich bin weder Arzt noch Wissenschaftler.

Ich bin Dampfer. Und ich weiß das Öle den Verdampfer ruinieren. Deshalb habe ich immer davon abgeraten.

Nun dürfte der aktuelle Fall die Auswirkungen zeigen wenn man verdampftes Öl inhaliert.

Die betroffenen bekamen eine Atemwegsdepression.

Dies führte teils bis auf die Intensivstation wegen der daraus folgenden Sauerstoffunterversorgung.

Natürlich muss man das Öl dafür nicht in einer E-Zigarette verdampfen.

Auch ein längerer Aufenthalt in einer Dampf Sauna hätte diesen Effekt. Vor allem wenn der Dampf CBD oder THC enthält, dass muskelentspannend wirkt.

Diese muskelentspannende Wirkung ist bei anderen Problemen sehr wünschenswert. Aber man wünscht sie sich nicht für die Lunge.

Daher mein Rat an euch. Kauft eure Liquids nur im Fachhandel. Wenn ihr CBD oder THC aus medizinischen Gründen konsumieren müsst, dann sprecht die Art der Verabreichung vorher mit einem Arzt ab.

Natürlich entwickelt sich der Dampfer Markt rasant weiter. Aber nicht alles was man mit einer E-Zigarette tun kann, sollte man auch tun.

E-Zigaretten sind für Liquids gemacht. Liquids aus PG und VG. Erprobten Stoffen aus Theater und Disconebel.

Also wenn dir jemand sagt, ja klar du kannst ruhig CBD Öl in deinen Verdampfer füllen, dann solltest du schleunigst den Shop wechseln.

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Nikotinsalz

… der neue Hype der gar nicht so neu ist.

Sonntags gucke ich immer SteamTeam und habe schon 2 mal gehört, dass nach Nikotinsalz gefragt wurde.

Sebastian hält nichts davon, aber was steckt dahinter.

Nun eine kurze Googlesuche bringt als erstes mal Klarheit. So neu ist das gar nicht. Bereits vor 2 Jahren kamen diese auf dem Dampfermarkt auf.

Jetzt sind sie wieder da. Ob sie sich diesmal durchsetzen wird sich zeigen.

Das Dampfen ist jung und für manche Dinge war die Zeit noch nicht gekommen aber nun ist sie es.

Früher hieß es wer braucht schon mehr als 20 Watt. Jetzt sind bereits 80-90 Watt üblich und sogar Einsteigergeräte bieten hohe Leistungen und Kapazitäten an.

Aber was ist nun der Sinn von Nikotinsalz?

Nikotinsalz soll einen schnelleren Nikotinkick erzeugen als bei der üblichen Aufnahme von Dampfern wo die Aufnahme langsam über die Blutbahn erfolgt.

Zielgruppe sind hier umstiegswillige Raucher. Sie sind den schnellen Kick der Zigaretten gewohnt.

Ist es nun gut oder schlecht?

Weder noch, es ist einfach nur anders.

Es ist nicht besser aber für Einsteiger vielleicht effektiver. Für den erfahrenen Dampfer könnte es durchaus auch seinen Reiz haben.

Nikotin hat einen anregenden und entspannenden Effekt. In Stresssituationen könnte daher ein Liquid mit Nikotinsalz tatsächlich schnellere Befriedigung verschaffen und so das Dauernuckeln verringern.

Ich jedenfalls bin neugierig geworden und werde mir mal so ein Liquid zum Testen besorgen.

Danach gibt’s dann gerne einen subjektiven Erfahrungsbericht.

Jedenfalls wer überlegt es zu probieren. Ich denke wer aktuell mit Nikotin dampft kann es auch mit Salzen probieren.

Das Nikotinsalz Experiment

Update Nikotinsalz

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Was sie schon immer über Aromen wissen wollten

​Aus dem Archiv rekonstruiert.  Ursprünglich gepostet im Mai 2015.

Wie versprochen geht es diesmal um die Aromen die unseren Liquids hinzugefügt werden damit der Dampf nicht nur sanft sondern auch lecker abgeht. Um mir selbst keinen Ärger zu machen und weil ihr ja eh alle wisst wer gemeint ist nenne ich keine Namen von sogenannten Experten sondern ersetze sie durch lustige Pseudonyme.

Daher zu unserer ersten Behauptung von Dr. “Schwarzzahn”. Dr. Schwarzzahn hat im Fernsehen zu uns gesprochen und sich dann auch noch in einer Zeitung interviewen lassen siehe hier. Im Fernsehen sagte er es gäbe 7000 bekannte Aromastoffe und einige davon seien krebserregend. Tja ich habe recherchiert laut BfR (die ja nicht gerade pro Dampf sind) gibt es sogar 10000 bekannte Aromastoffe, aber nur 2500 werden zur Herstellung von Aromen eingesetzt. Es sind für uns nur diese 2500 von Interesse, denn die Liquidhersteller sind auch keine Alchemisten und greifen natürlich auf bereits zugelassene Aromen zurück. Vorab krebserregende Aromen konnte ich bei meiner Recherche nicht finden, eventuell befinden sie sich unter den 7500 die nicht für die Herstellung von Aromen genutzt werden, das wäre dann natürlich besonders gerissen von Dr. Schwarzzahn.

Folgende Aromen sind zu unterscheiden:

Natürliche Aromastoffe werden mit physikalischen, enzymatischen oder mikrobiologischen Verfahren aus pflanzlichen, tierischen oder mikrobiologischen Ausgangsstoffen hergestellt, z.B. durch Extraktion und Destillation. Beispiele: Vanillin aus Vanilleschoten und L-Menthol aus Pfefferminzpflanzen.

Naturidentische Aromastoffe werden chemisch (synthetisch) hergestellt und sind mit einem natürlichen Aromastoff chemisch gleich. Beispiele: Vanillin und L-Menthol.

Künstliche Aromastoffe werden durch chemische Synthese gewonnen und kommen in Lebensmitteln nicht natürlich vor. Beispiel: Ethylvanillin.

Aromaextrakte werden mit physikalischen, enzymatischen oder mikrobiologischen Verfahren entweder aus Lebensmitteln oder aus Stoffen pflanzlichen, tierischen oder mikrobiologischen Ursprungs, die keine Lebensmittel sind, gewonnen. Es sind komplexe Stoffgemische, deren Zusammensetzung in Abhängigkeit der verwendeten Rohstoffe variieren kann.

Beispiel: ätherische Öle wie Citrus-, Anis- oder Fenchelöl.

Reaktionsaromen werden durch kontrolliertes Erhitzen einer Mischung aus verschiedenen Zutaten gewonnen, die nicht unbedingt selbst Aromaeigenschaften besitzen. Wie beim Backen und Braten entstehen dabei Röstaromen. Wichtige Ausgangssubstanzen sind Stickstoff (z.B. aus Eiweißbausteinen) und ein reduzierender Zucker (z.B. Traubenzucker).

Raucharomen werden aus Rauch hergestellt, der bei den herkömmlichen Verfahren zum Räuchern von Lebensmitteln eingesetzt wird. Dazu werden bestimmte Hölzer unter kontrollierten Bedingungen (Temperatur, Luftzufuhr etc.) verbrannt. Der Rauch wird in Wasser eingeleitet, fraktioniert und gereinigt. Dabei werden „Primärrauchkondensate“ gewonnen, aus denen unter Verwendung von Trägerstoffen Raucharomen hergestellt werden.  Diese werden in die Lebensmittel direkt eingearbeitet oder im Tauch- oder Sprühverfahren auf die Oberfläche aufgebracht. Geschmacksgebende Bestandteile von Raucharomen sind vor allem Phenole und Carbonylverbindungen (Aldehyde und Ketone). Im Rauch kommen aber auch unerwünschte Stoffe vor, z.B. polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe wie Benzo[a]pyren. Der Gehalt solcher Stoffe im Raucharoma ist gesetzlich begrenzt und kann durch kontrollierte Herstellungsbedingungen niedrig gehalten werden.

Trägerstoffe

Viele Aromastoffe sind sehr geschmacksintensiv. Sie lassen sich in konzentrierter Form schlecht verarbeiten. Deshalb werden zur Verdünnung Trägerstoffe – z.B. Alkohol, Stärke oder Milchzucker (Laktose) – verwendet, die mit den Aromastoffen vermischt werden. Nach Angaben der Aromenhersteller kann in den verarbeiteten verzehrfertigen Lebensmitteln bis zu 0,2 % Alkohol vorkommen (Quelle: Deutscher Verband der Aromenindustrie e.V., www.aromenhaus.de).

Es gibt auf EU-Ebene sogenannte Gremien an denen unter anderem die WHO beteiligt ist. Aufgabe dieser Gremien ist es die Bedenklichkeit der Aromastoffe einzuschätzen. Bis zum Jahr 2000 wurden 600 Aromastoffe als unbedenklich eingestuft, seit 2000 wurden 2100 weitere Stoffe untersucht wovon 1700 bereits als unbedenklich eingestuft wurden. Zu etwa 400 Aromastoffen fordert das Gremium zusätzliche toxikologische Studien, bevor die Bewertung abgeschlossen werden kann (es kann also sein, dass auch diese die Unbedenklichkeitsbescheinigung noch erhalten).

Folgende Stoffe mit Aromaeigenschaften sind gesundheitsgefährdend und dürfen daher nicht eingesetzt werden: Agaricinsäure, Aloin, Capsaicin, Cumarin, Hyperizin, Beta-Asaron, Estragol, Blausäure, Menthofuran, Methyleugenol, Pulegon, Quassin, Safrol, Teucrin A und Thujon. Ihr solltet also bei Kauf in Deutschland keine Aromen erhalten die einen dieser Stoffe beinhalten. Bitte beachtet aber, dass die meisten dieser Stoffe natürlich in Lebensmitteln vorkommen (hier gibt es Höchstgrenzen die eine Gesundheitsgefährdung ausschließen sollten).

Da Dr. “Schwarzzahn” und Frau Dr. ” Wir müssen an die Kinder denken” gerne auch auf die Möglichkeiten einer Aromaallergie hinweisen, sei folgendes gesagt: Etwa 1 bis 3 % der Erwachsenen leiden an Lebensmittelunverträglichkeiten. Davon ist nur ein Teil immunologisch bedingt (Allergien), während der andere Teil auf andere Mechanismen zurückzuführen ist (Pseudoallergien). Das Immunsystem reagiert in erster Linie auf größere Biomoleküle wie Proteine. Aromastoffe dürften insofern – wenn überhaupt – nur einen geringen Anteil an den Lebensmittelallergien haben. ( ein geringer Anteil von 1-3% also 0,0…..%). Wie schon weiter oben ausgeführt, kann Milchzucker als Trägerstoff für besonders intensive Aromen verwendet werden, Milchzucker ist aber kennzeichnungspflichtig, ihr müsste also beim Aromakauf darauf achten und es kann nicht passieren (bin ja selbst Laktoseintoleranz und wenn in meinem Bananamilkshakeliquid Laktose drin wäre hätte ich es sicher schon gemerkt 🙂 )

Ein besonderer Fall ist Perubalsam, das Harz des Balsambaumes, das rund 30 Substanzen enthält. Perubalsam wird als natürliches Aroma z.B. in Backwaren eingesetzt und kann Unverträglichkeitsreaktionen auslösen. Perubalsam ist das vierthäufigste Kontaktallergen und kann bei oraler Aufnahme eine Systemische Kontaktallergie auslösen. Der Verband der Aromenindustrie hat auf diese Problematik reagiert und seinen Mitgliedern empfohlen, kein Perubalsam in Lebensmitteln einzusetzen.

Meine Recherche zu Perubalsam hat ergeben, dass es wohl einen bitteren Vanillegeschmack hat. Da ich nicht weiß was die Herstellung von Vanillin bzw. Perubalsam kostet, besteht natürlich die Möglichkeit, dass Aromen aus 3.Weltstaaten die unsere Standards nicht haben, Perubalsam nutzen, da sich Vanillin aber sehr leicht extrahieren und auch künstlich herstellen lässt, greift einfach zu Produkten aus der EU und nicht aus Schwellenländern wenn ihr sicher sein wollt. Als Fan von Hardware aus China (Joyetech, Eleaf und Konsorten) will ich nicht grundsätzlich davon ausgehen, dass Aromen aus China gefährlicher sind. Ein Blick in die Fabriken von Joeyetech (die ja auch Liquids führen) lässt eigentlich ganz gute Schlüsse zu, es wird dort teilweise sauberer gearbeitet als in Deutschland oder Österreich, jedenfalls sauberer als in meiner Küche wo ich meine Liquids mixe.  Und am Ende zählen nur eure eigenen Standards nicht die der EU, denn ich nutze ja auch immer noch einen Holzkochlöffel und keinen Kunststoff wie die EU es vorschreibt (für Restaurants).

Quelle: http://www.bfr.bund.de/de/aromastoffe_und_aromen-54440.html