Der Bachelor (18+)

Vorabinfo: Ich habe recht viel Spaß daran gefunden, Geschichten zu schreiben. Ich habe Spaß daran explizite Sexszenen zu schreiben, weil ich bei anderen solche gelesen und genossen habe. Ich habe Spaß an starken Frauen als Protagonistin, weil ich eine starke Frau bin. Und als solche ist es uns eben auch erlaubt unseren Spaß zu haben.

Aber ob der Mann mit dem Geld und dem Sixpack am Ende der Traumprinz ist, dass wird sich noch zeigen 😉 Die Geschichte wird in der Egoperspektive von der Protagonistin erzählt. Ist aber völlig frei erfunden.

Prolog

Hallo Leute, ich bin Lilith und ich erzähle euch jetzt meine Geschichte über Liebe, Lügen, Sex, Geld und Intrigen.

Ich war 27 Jahre alt und ich war pleite und arbeitslos. Es war eine Scheißsituation. Am Ende des Monats ernährte ich mich von Wasser und Brot, damit ich zumindest meine Miete bezahlen konnte. Die meisten Firmen machten sich nicht mal die Mühe mir Absagen zu schicken und ich langweilte mich furchtbar. Alles was mir blieb, war das Satellitenfernsehen, weil es nichts kostete und so saß ich täglich stundenlang vor der Glotze und guckte mir die dämlichsten Reality TV Shows an.

Auch bei diesen Shows konnte man ein bisschen Geld verdienen, aber es war nicht so leicht rein zu kommen. Für GNTM war ich definitiv zu egoistisch. Ich war zwar schön und talentiert genug, aber ich hatte keinen Bock mich kaputt zu machen, auf himmelhohen Absätzen zu stolzieren oder mich irgendwelchen seltsamen Challenges zu stellen.

Big Brother und so Zeugs war auch eher nicht so mein Ding. Rund um die Uhr Kameras, selbst in der Dusche und im Klo. Nein danke.

Aber da war ja noch der Bachelor, das war eine Show, bei der ich regelmäßig mit den Augen rollen musste. Wie konnten sich die Frauen nur so ausbeuten lassen von einem Typen. Die Antwort war einfach. Es ging im Geld. Hat sich schon mal jemand gefragt, welche Leute bei solchen Shows, die über Wochen gehen mitmachen. Es sind Arbeitslose, die Zeit hatten und Geld brauchten und dafür gerne mal ihren Stolz verkauften.

Und da ich mal wieder vor dem leeren Kühlschrank stand, beschloss ich es zu versuchen.

Ich setzte mich also hin, machte eine Bewerbungsvideo und ein paar Fotos. Verfasste einen Lebenslauf, der mich so interessant wie möglich erscheinen lies. Man musste herausstechen, aber man durfte nicht creepy sein. Die meisten Frauen in diesen Shows waren langweilig, erzählten nur davon, dass sie ihren zukünftigen Mann glücklich machen wollten.

Gewonnen haben aber immer die, die anders waren. Das schien doch meine Chance zu sein. Selbst wenn es nicht klappte hatte ich zumindest einen Fuß in der Tür und neue Kontakte, die mir vielleicht wieder einen Job verschaffen.

Ich verschicke also die Bewerbung und wartete ab, bis ich eine Woche später eine Einladung zum Casting erhielt.

Kapitel 1: Das Castinginterview

Der Tag meines Interviews war gekommen. Ich war nervös. Nicht weil wegen des Interviews an sich, darauf war ich gut vorbereitet, aber es gab genug Gerüchte über die Branche. Die unter anderem die berühmte Couch beinhalteten. Ich hatte zwar kein Geld, aber meine Würde. So was würde ich definitiv nicht mitmachen. Aber mal schauen, dachte ich mir. Wird schon gut gehen.

Zu meiner Überraschung und Erleichterung, war mein erstes Gespräch mit einer Frau. Sie kam mir bekannt vor und nach kurzen klärte sich das auch gleich. Sie war selbst eine ehemalige Kandidatin und nutzte die Show als Sprungbrett in die Branche. Das war auch mein Plan. Was ich aber trotzdem lieber für mich behielt.


Also ging es daran mich vorzustellen, mich zu beschreiben, etc.

Wer war ich? Ich war 27, Single (aus Überzeugung, aber das verschwieg ich), hatte eine Ausbildung als IT Technikerin absolviert und zuletzt im Kundenservice gearbeitet. Ich zockte gerne MMOs und Hack’n’Slays und ich singe gerne und spiele Klavier und Gitarre, aber eher laienhaft.

Ich war ein typischer Nerd, nur in weiblich und als ich Laufe des Interviews langsam auftaute und man merkte, dass ich das nötige Selbstbewusstsein hatte, war man von der Idee begeistert. Auch mein Auftreten in Jeans und T-Shirts mit Sneakern war kein Problem. Ich gab offen zu, dass ich keine Kleider und hohe Schuhe tragen werde. Aber dass ich mich durchaus sexy oder elegant kleiden kann, wenn es notwendig sein sollte.

Nun kamen wir bereits zum rechtlichen. Rechte an Bild und Tonaufnahmen gehörten dem Sender, das war klar. Ich wurde informiert, welche Bereiche des Studios, dass ein Haus mit Garten und Pool war, immer auf den Kameras waren und würde ich mich dort zum Beispiel nackt zeigen hätte ich später keine Möglichkeiten gegen die Veröffentlichung von Bilder vorzugehen.

Naja das war mir klar und ich war mich auch klar darüber, wie ich das lösen würde.

Das Schlafzimmer des Bachelors hatte keine Kameras. Und auch keine der Duschen oder WCs. Ein klarer Vorteil gegenüber Big Brother. Jede Teilnehmerin bekommt ein Zimmer auf dem Gelände. Dieses Zimmer wäre grundsätzlich ihr privater Raum. Es sei denn sie nimmt den Bachelor mit, dann würden Kamerateams in der Nähe sein.

Alles in allem klang es aber nicht schlimm. Es gab jederzeit die Möglichkeit auszusteigen, allerdings gabs dann kein Geld. Die Bezahlung war aber recht gut. Für jede Woche in der Show gabs 500€, also würde mir schon eine Woche ausreichen um meine kaputte Waschmaschine endlich zu ersetzen und wenns mehr wird, hätte ich auch schon einige Wünsche und sei es nur mal wieder richtig ausgiebig shoppen zu gehen. Mein PC würde sich über ein Upgrade freuen.

Grundsätzlich war alles vor der Kamera erlaubt. Im TV käme dann nur die entschärfte Fassung, aber die Zuschauer konnten wie bei Big Brother gegen Geld rund um die Uhr auf alle Kameras zugreifen. Und dementsprechend waren laut den Produzenten sexuelle Aktivitäten vor der Kamera sogar erwünscht, weil es Geld brachte.

Was mir sauer aufstieß war eine Klausel, dass man keine Klage wegen sexueller Belästigung oder Nötigung einbringen durfte. Diese galt ausschließlich für den Bachelor. So was kam also wahrscheinlich öfter vor. Eine der Frauen im Team nahm mich beiseite als ich die Augen verdrehte, sie sagte mir es gäbe auch eine Klausel für ihn, also wenn ich ihm mein Knie in die Weichteile rammen wollte, sei das kein Problem. Jetzt musste ich lachen. Ich war körperlich fit und würde mich problemlos wehren können. Also schluckte ich meinen Ärger runter und unterschrieb schließlich den Vertrag.

Ich bekam alle Infos was ich mitbringen sollte, schließlich könnte ich wochenlang dort sein und wann es los geht und fuhr dann zufrieden nach Hause um alles vorzubereiten.

Schließlich wollte ich ja auffallen, also musste ich genau überlegen, was ich mitnehme.

Kapitel 2: Showtime

Eine Woche war vergangen und es war Samstagabend und ich stand zusammen mit 11 anderen Frauen in einem Zimmer des Hauses. Die erste Show wurde immer live ausgestrahlt, also gab es keinen Raum für Fehler, außer denen die niedlich wirken würden und in Wahrheit alle einstudiert waren.

Ich hatte mich für den Auftritt für ein sexy Outfit entschieden. Aber keine hohen Schuhe, das ging gar nicht. Ich trug also meine schwarzen Boots mit rotem Karomuster, eine Fischnetzstrumpfhose, die ich mal für ein Halloween Kostüm, gekauft habe. Meinen einzigen schwarzen Minirock und oben herum eine rot-schwarze Corsage, die mein Dekolletee zur Geltung brachte und ein kurzes schwarzes Jäckchen dazu. Meine kurzen Haare hatte ich kurz zuvor nochmal feuerrot gefärbt und luftgetrocknet, damit sie sich wellten. Von den Stylisten bekam ich Makeup, auch wenn ich kein Fan davon war, aber ich verstand auch, dass ich in den Scheinwerfern sonst wie eine Leiche aussah und für die späteren Aufnahmen würde, das nicht mehr nötig sein.

Ich betrachtete meinen Look im Spiegel und war sehr zufrieden. Selbst wenn hier nichts raus kommt würde ich wieder einige neue Anfragen für Dates bekommen und musste grinsen.

Dann kam auch schon das Zeichen. Die Frauen wurden der Reihe nach für ihren Auftritt gerufen um dem Bachelor, dass erste Mal gegenüber zu treten.

Ich war als 5. an der Reihe. Ich trat nun doch nervös von einem Bein aufs andere und wollte diesen Teil einfach nur schnell hinter mich bringen. Dann wurde mein Name aufgerufen und ich trat aus der Tür in das große Wohnzimmer. Das Haus war wunderschön, alles mit Holz verkleidet und das Sofa auf dem der Bachelor saß mit rotem Samt verkleidet. Mein Blick traf den Mann um den es ging. Wow! Also optisch eindeutig ein Leckerbissen. Sein Name war Logan, er war 25 und laut seiner Bio von Beruf Sohn reicher Eltern. Vermutlich arrogant und verzogen und es gewohnt immer zu kriegen was er will. Aber mit diesen Augen auch kein Wunder. Ich hatte den Eindruck, dass er mich die ganze Zeit intensiv anstarrte. Wahrscheinlich lags an meinem Outfit, da konnte man vermutlich kaum weg sehen. Wobei die anderen Frauen auch ziemlich heiß waren. Als ich zu meiner rechten auf die Nummer 7 blickte, fing sogar ich fast an zu sabbern, bevor ich mich wieder fing und brav in seine Richtung guckte, der meine Reaktion offensichtlich sehr amüsant fand.

Wir waren an der Reihe uns vorzustellen. Es hieß wir sollten uns was zu recht legen und auf eventuelle Nachfragen von Moderatoren oder dem Bachelor vorbereitet sein.

Ich war dran, tief durchatmen.

Selbstbewusst sein.

„Hi,“ begann ich mit einem zuckersüßen Lächeln in die Runde, „ ich bin Lilith, 27 Jahre alt, IT- Technikerin, Zockerin und Bloggerin, also wenn die Technik mal streiken sollte, ruft mich einfach“.

Bisher hatte Logan nur zugehört weshalb ich nicht damit gerechnet habe und eigentlich schon auf die Vorstellung der nächsten wartete, als seine Frage kam. „Du bist also Zockerin, was spielst du denn so?“ war das ernstgemeint, würde das einen reichen Jungen wirklich interessieren? Naja was solls, hier konnte ich nur mit Ehrlichkeit punkten. „Zuletzt habe ich Resident Evil Village mehrfach durchgesuchtet. Und aktuell konzentriere ich mich auf Indie-Horror-Games, ich kann dir später gerne was zeigen.“ Ich hatte mich nämlich entschieden einen Gaming Laptop mit zunehmen, den hatte ich mir ausgeliehen, da ich schlecht meinen kompletten PC mitnehmen konnte und wollte.

Logan lächelte nur und meinte „ Ich komme darauf zurück.“

Dann ging die Vorstellrunde weiter ohne weitere Zwischenfragen. Dann stand Logan auf und kam auf uns zu um sich jeder nochmal persönlich vorzustellen. Wahrscheinlich ging es gerade jeder von uns so, aber es kam mir direkt vor als würden Funken sprühen als er meine Hand nahm und mir dann links und rechts einen Kuss aufdrückte, Gott wie ich so was hasste, ich konnte das Augenrollen bei dieser Begrüßung nicht unterdrücken und er merkte es auch, weswegen ich kurz schluckte aber er schmunzelte nur. Vielleicht war er wirklich nicht so ein arroganter Schnösel.

Da das Publikum nach Action schrie musste natürlich direkt was passieren.

Der Bachelor musste sich nun eine Dame aussuchen mit der er den ersten Abend verbringt und auch wenn ich ihn wirklich attraktiv fand, hoffte ich inständig, dass das nicht ich sein würde. Ich wollte erst mal ankommen und das alles auf mich wirken lassen.

Ich atmete auf, als er auf Nina zu ging, die scharfe Nummer 7. Ja die würde ich mir an deiner Stelle auch nicht entgehen lassen. Gott war die heiß, da konnten wir alle nur abstinken.

Logan und Nina gingen auf die Terrasse wo bereits alles für ein erstes Date vorbereitet war und uns wurde damit signalisiert, dass wir uns nun frei bewegen durften. Wir dürften nur nicht ins Bild laufen, wo die beiden waren.

Erleichtert ging ich nach oben zu meinem zugewiesenen Zimmer. Dort zog ich mich erst mal um. Statt dem Rock meine Jeans und statt der Corsage ein einfaches Tanktop. Danach ging ich wieder runter und schaute mich erst mal im Haus um. Es gab mehrere Badezimmer, was bei der Menge an Frauen auch empfehlenswert war. In einem war ein riesiger Whirlpool. Ob ich den auch alleine mal nutzen dürfte? Das würde ich mal beim Team im Studio erfragen. Es gab eine Bibliothek mit so einem gemütlichen Ohrensessel. Die Küche war auch riesig und schön offen gestaltet. Für heute war ein Catering engagiert worden, weshalb ich mir einfach mal ein paar Häppchen auf einen Teller packte und essend weiter ging. Ich warf einen neugierigen Blick in „das“ Schlafzimmer. Es war die reinste Sexhöhle alles in gedämpften roten Licht. Ob er dort auch schlief? Ich denke nicht. Das Zimmer wirkte ziemlich unbewohnt, hatte aber Zugang zum Balkon und dort gabs einen Whirlpool und einen schönen Blick nach unten in den Garten wo ein riesiger Pool wartete. Den würde ich morgen direkt nutzen, dachte ich mir.

Als ich alles interessante gesehen hatte, setzte ich mich mit meinem Teller in die Bibliothek und schnappte mir ein Buch um mich abzulenken. Ich wusste, dass überall Kameras waren, aber im Moment schauten sicher alle auf Logan und die Nina auf der Terrasse. Also lümmelte ich mich gemütlich in den Ohrensessel und vertiefte mich erst mal in das Buch. Es war Bram Stokers Dracula, ich kannte viele Verfilmungen, aber das Buch noch nicht, weshalb ich es sehr genoss.

Ich liebte Geschichten über dunkle Wesen wie Vampire, Hexen und Werwölfe. Alles in diesen Büchern war eigentlich nur ein Synonym für Sex, weil man es damals nicht ausleben durfte. Wie sich die Zähne ins Fleisch bohrten, klassisches Phallussymbol dachte ich und musste lachen. Die Stunden vergingen und ich traf keine der anderen Frauen mehr, vermutlich war die Bibliothek der uninteressanteste Raum in diesem Haus, aber ich fühlte mich hier sehr wohl.

Als meine Augen bereits zu Tränen anfingen, beschloss zurück auf mein Zimmer zu gehen. Es war bereits nach Mitternacht und es schüttelte mich vor Kälte weil ich so müde war. Ich schnappte mir noch eine Wasserflasche aus der Küche und ging auf mein Zimmer. Das „Sex“-Zimmer wie ich es von nun an nennen wollte, war offen und unbenutzt und die Terrasse war auch leer. Er schlief also vermutlich auch irgendwo oben oder vielleicht auch gar nicht im Haus.

Ich warf mich ins Bett und startete eine Netflix Doku auf dem Laptop zu dir ich schnell einschlief.

Ab morgen würde es interessant werden.

Kapitel 3: Tag 1 im Bachelorhaus

Da ich noch so lange wach war, schlief ich gemütlich aus. Als ich mich langsam aus dem Bett bewegte, weil mein Magen nach Essen schrie war es bereits halb zehn. Ein Blick aus dem Fenster zeigte bereits alle Ladys wie sie sich am Pool tummelten, aber nicht im Pool. Auch komisch, warum nicht benutzten. Naja mehr Platz für mich nachher.

Ich zog also direkt meinen Bikini an und einen Morgenrock darüber und ging runter um zu frühstücken. Die heiße Nina saß mit einem langen Gesicht am Frühstückstisch.

„Warum so ein langes Gesicht? Schlecht geschlafen?“ fragte ich sie und sie schaute mich überrascht an. Warum wohl nicht üblich sich mit der Konkurrenz zu unterhalten.

Aber naja warum auch nicht.

Sie murmelte nur ein leises Ja und stocherte weiter in ihrem Essen herum.

Naja keine besonders erfrischende Unterhaltung, aber was solls. Nachdem ich ausgiebig gefrühstückt hatte, trat ich raus zu den anderen. Alle räkelten sich in ihren Bikinis auf den Liegen für die Kameras. Und das wirkte offensichtlich, den Kameras fuhren hektisch hin und her.

Ich schmunzelte nur, legte meinen Morgenmantel auf eine Liege und sprang in den Pool um ein paar Bahnen zu schwimmen. Die anderen beachteten mich gar nicht und ich sie genauso wenig. Sie warteten nur auf ihre Chance, wenn Logan endlich raus kommen würde.

Ich könnte auch unter dem Radar bleiben. Es sind nie die unauffälligen die als erstes raus fliegen sondern die Bitches.

Nachdem ich mich ein bisschen im Wasser ausgepowert hatte, sah ich gerade Logan in den Garten kommen und alle auf ihn zustürmen. Ich nutzte die Gelegenheit um aus dem Rampenlicht zu verschwinden. Ich ging nach oben und schnappte mir meine Dampfe.

Dann legte ich mich auf der anderen Seite in den Garten und genoss die Sonne. Im Prinzip war es wie Urlaub für den man bezahlt wird, dachte ich mir, als plötzlich ein Schatten auf mich viel was mich frösteln ließ weil ich noch nass vom Schwimmen war. Ich griff nach dem Morgenmantel und schaute nach oben. Da stand Logan und nahm mir die Sonne. Ich zog mir den Mantel über und schaute ihn an.

„Genierst du dich etwa?“ fragte er mit einem frechen Grinsen.

„Wohl kaum, aber du stehst mir in der Sonne und ich bin nass und mir ist kalt.“ Antwortete ich ehrlich.

„Oh entschuldige, wenn das so ist.“ und legte sich neben mich auf die Liege, damit ich wieder die Sonne abbekam.

„Danke.“ sagte ich nur und streifte den Morgenmantel wieder ab.

„Wo ist dein Harem?“ fragte ich mit einem Grinsen.

„Hoffentlich immer noch am Pool. Das sieht zwar aus wie der feuchte Traum jeden Mannes, aber das war mir dann doch ein bisschen zu viel. Aber warum warst du nicht dort?“ sah er mich fragend an.

„Keine Ahnung, war mir zu laut denk ich. Ich bin noch etwas zermatscht von gestern Abend.“

„Ah. Also, du zockst also gerne und kennst dich mit Computern aus. Und was machst du so beruflich damit?“

Hmm, wollte er echt ein Gespräch mit mir führen, naja kann ja nicht schaden.

„Im Moment mach ich gar nichts, sonst wäre ich nicht hier. Aber davor hab ich technischen Support gearbeitet. Ich bin aber schon seit einem halben Jahr arbeitslos. Wirtschaftskrise und so. Muss ich dir nicht erzählen oder?“ ich konnte mir meinen Sarkasmus nicht verkneifen. Im Endeffekt gehörte er ja auch zu diesen ganzen Bonzen und Spekulanten, wegen derer Leute wie ich von Wasser und Brot leben mussten.

Meine Antwort hatte ihn offensichtlich überrascht und ich sah mich schon raus fliegen. Aber er sagte erst mal nichts weiter und ließ mich in Ruhe sonnen.

Er ist seltsam, scharf, aber seltsam. Aber ich hatte auch noch nie Kontakt zu einem aus der High Society.

Als mir die Sonne zu heiß wurde, verzog ich mich wieder nach drinnen. Da mich schon gestern niemand in der Bibliothek störte, hielt es für eine gute Idee mich wieder dahin zu verziehen und weiter in dem Buch zu lesen.

Das Buch war mehr als interessant im Vergleich zu den Filmen, die ich gesehen hatte. Das meiste davon wäre in einem Hollywood Film auch unmöglich gewesen. Das war ja der reinste Porno. Gut das niemand mein perverses Grinsen sehen konnte, dachte ich noch als ich erschreckt hoch fuhr, weil sich eine Hand auf meine Schulter legte.

Logan stand plötzlich über mir.

„Ich habe dich überall gesucht.“ sagte er nur.

„Ich war die ganze Zeit hier. Kann ich irgendwas für dich tun?“ schaute ich ihn nur fragend an. Sein Interesse an mir, war gleichzeitig aufregend und unheimlich.

„Eigentlich wollte ich dich zum Essen ausführen, aber mir scheint, dir liegt nicht wirklich was daran mich kennenzulernen.“

Ouch, das hatte gesessen und er hatte nicht wirklich unrecht. Ich fand ihn scharf, aber würde ich mich annähern würde es nicht anders aussehen als bei all den anderen Frauen. Dann schoss mir in den Kopf, wenn er hier ist, dann ist es auch die Kamera, schnell setzte ich mich anständig hin. Und legte mir die Decke um. Mir war gerade klar geworden, wie bescheuert ich aussehen musste. Ich hatte mir 2 Hocker an den Stuhl gestellt und links und rechts ein Bein aufgelegt und mich ganz tief rein gelümmelt. Was für ein Bild. Ich musste lachen.

Und er schien auch gerade zu realisieren, warum ich mich aufgesetzt hatte und lachte ebenso.

Aber er wartete ja noch auf eine Antwort.

„Es ist nicht so dass ich kein Interesse an dir habe, ganz im Gegenteil, aber ich bin einfach nicht der Typ für dieses anbiedern. Aber ich würde gerne mit dir essen. Wann soll ich den da sein?“ erwiderte ich schließlich. Ein wissendes Lächeln legte sich auf seine Lippen und ich sah ihn fragend an, weshalb er einfach den Ohrensessel schnappte und um 180 Grad drehte.

Bei dem Sofa in der Bibliothek war bereits ein Tablett mit Häppchen und 2 Gläsern sowie einer Flasche Wein vorbereitet. Ich musste echt vertieft gewesen sein, ich habe nichts davon gehört.

Lächelnd erhob ich mich von meinem Platz und ging Richtung Sofa, sein siegessicheres Grinsen entglitt ihm allerdings als ich daran vorbei steuerte.

„Keine Sorge ich komme gleich wieder.“ sagte ich nur, lief in die Küche und holte mir eine Flasche Orangensaft. Als ich wieder kam stand er noch ein bisschen verdattert da. „Ich trinke keinen Wein.“ sagte ich nur und zeigte ihm den Saft.

Da schmunzelte er wieder und sah wirklich zum Anbeißen aus.

Ich setzte mich mit ihm aufs Sofa und schnappte mir ein Häppchen.

„Also erzähl mir mal ein bisschen über dich. Wer ist der Mann, der sich beim Bachelor lächerlich macht obwohl er Geld wie Heu hat?“ grinste ich und steckte mir ein weiteres Häppchen in den Mund.

Er sah mich kurz leicht irritiert an, beschloss dann aber anscheinend zu antworten.

„Ich habe eben gerne Kontakt zum niederen Fußvolk.“ sagte er nun in einem genauso sarkastischen Ton und ließ mich laut auflachen.

„Aber mal im Ernst, ich langweile mich eben oft. Meine Eltern haben die Firma und ich habe viel Freizeit und wenig zu tun. Ich bin zwar ehrenamtlich tätig, aber da lernt man selten interessante Menschen kennen, also warum nicht hier probieren, du bist ja schließlich auch da. Und hoch interessant.“

„Ja ich bin hier, aber ich hab mir wahrlich keine Hoffnungen gemacht, ich bin jung, arbeitslos und pleite. Und ich, „diesen Teil flüsterte ich ihm ins Ohr, da ich es eigentlich nicht sagen durfte, „ bekomme 500€ für jede Woche, die du mich hier bleiben lässt und ich brauche einfach Geld.“

Das war nun ehrlicher als ich es geplant hatte, aber er machte mir einen anständigen Eindruck und vielleicht würde er mir den Gefallen tun und mich lange in der Show behalten.

„Und was möchtest du hier noch so machen, solange du da bist?“ fragte er nun und tat so als hätte er nicht gehört was ich gesagt habe. Wofür ich ihm irgendwie dankbar war.

„Hmm, auf jeden Fall möchte ich einmal in den Whirlpool auf der Terrasse des Sex-Zimmers.“ lachte ich.

Er schaute mich mit großen Augen an, „ das Sex-Zimmer?“

„Naja dieses Schlafzimmer, dass wie ein Puff eingerichtet ist, da ist so ein Whirlpool auf der Terrasse, den hab ich mir gestern angesehen und da abends in den Sternenhimmel schauen, ist sicher nicht schlecht.“

Er schaute mich interessiert an, „du weißt ja was man tun muss um in das Sex-Zimmer zu kommen.“ dann lachte er auf.

Ich lachte ebenso, warf ihm dann aber ganz bewusst einen sehr lasziven Blick zu. Dann stand ich auf und ging Richtung Tür. Er schaute mich verwundert an. „Kommst du auch mit?“ sagte ich nur und steuerte auf das Zimmer zu.

Ich weiß, ich weiß, es war fies so mit ihm zu spielen, aber vielleicht würde ich mich ja auch dazu hinreißen lassen. Jedenfalls wollte ich unbedingt in den Whirlpool, falls ich wirklich am nächsten Samstag wieder gehen müsste.

Er folgte mir ins Zimmer und ich sah mich um. Es stimmt also, keine Kameras. Gut.

Ich ging auf den Balkon, legte meinen Morgenmantel ab und zog meinen Bikini aus und stieg direkt in das blubbernde warme Wasser. Mit einem Seufzen ließ ich mich direkt rein sinken und kümmerte mich wenig darum wie er darauf reagierte. Schließlich hatte ich ihm gerade Sex versprochen und ihn dann einfach am Bett stehen gelassen.

Doch im nächsten Moment stand er schon neben mir und legte gerade seine Klamotten ab. Oh mein Gott, was für ein Körper. Tja mit Geld geht eben alles und er nutzte offensichtlich viel seiner freien Zeit für Fitness. Er stieg zu mir in den Whirlpool und kam mir ganz nah. Ich wollte ihn definitiv, auch wenn ich sonst nicht so war. Aber ich wollte auch ein bisschen spielen, das Risiko dass er mir dann eine Abfuhr erteilt, musste ich eingehen.

Plötzlich spürte ich wie seine Hände unter dem Wasser auf Wanderschaft gingen. Aber er fasste mich nur an den Seiten an. Er schaute mich an und versuchte abzulesen ob ich mehr wollte. Und bei Gott ich wollte mehr. Viel mehr. Aber ich genoss es gerade zu sehr ihn zu kontrollieren. Ich schaute ihn nur an und griff unter Wasser nach seiner Hand und drückte sie erst mal weg, aber hielt sie immer noch fest. Er schaute mich irritiert an. Ich legte seine Hand direkt zwischen meine Beine und grinste. Ich denke nun wusste er, dass er freie Hand hatte. Er begann mich mit der einen Hand zu massieren, während die andere zu meinen Brüsten wanderte. Und Gott er machte das richtig gut. Als ich mich aufbäumte nutzte er die Gelegenheit und saugte mit seinem Mund an meinen Nippeln.

Meine Hände schnellten an den Poolrand um mich festzuhalten. Er kam immer näher an mich ran und schließlich berührten sich unsere Lippen und wir küssten uns leidenschaftlich. Ich beschloss den Halt bei ihm zu suchen und zog ihn fest an mich ran. Ich spürte wie mir seine Erektion zwischen die Schenkel drängte und wusste, dass ich ihn sofort haben musste. Ich schaute ihn nur verlangend an. Schnell verstand er und hob mich aus dem Pool, trug mich aufs Bett und schnappte nach einem Kondom.

Sofort drang er schnell und hart ihn mich ein, was mir ein lautes Stöhnen entlockte.

Seine Finger wanderten wieder zwischen meine Beine und sein Mund wanderte zwischen meinen Lippen und meinen Brüsten hin und her. Oh Gott, war er gut. Diese Show hatte sich ja wirklich gelohnt. Ich explodierte förmlich unter ihm und als er sah, dass ich gekommen war, legte er einen Zahn zu, er hob mein Becken auf seine Knie und drang noch tiefer in mich ein. Mit schnellen und harten Stößen brachte er mich um den Verstand, weil er meinen Orgasmus noch mehr in die Länge zog, als auch er schließlich unter lautem Stöhnen kam. Er wurde langsamer und zog sich dann aus mir raus und entsorgte das Kondom neben dem Bett. Dann legte er sich keuchend neben mich.

Ich sah ihn an und dann platzte es aus mir raus: „ Oh Gott, ich bin ein Schlampe“ und lachte nur noch. Was auch ihn zum lachen brachte. So war das eigentlich nicht geplant, es war erst Tag 1 und schon lag ich mit ihm im Bett. Aber er war einfach zu lecker. Ich konnte mir das einfach nicht entgehen lassen. Sollte er mich ruhig für eine von denen halten, die alles taten um in der Show zu bleiben. Das war einfach nur der Wahnsinn.

Kapitel 4: Die erste Entscheidung

Nach unserem nächtlichen Abenteuer wurde es erst mal wieder still zwischen Logan und mir. Das störte mich auch nicht sonderlich. Schließlich musste er um jede Frau kennenzulernen, 2 Dates am Tag absolvieren. Da blieb ihm gar keine Zeit für ein weiteres Treffen mit mir.

Stattdessen genoss ich weiter die Annehmlichkeiten der Villa, verbrachte meine Tage am Pool und meine Abende in der Bibliothek oder am Laptop mit zocken. Da wir kein Internet hatten, konnte ich nur wenig machen. Aber ich war auch ganz froh, dass ich noch nicht mitkriegen konnte, was vielleicht über mich und vor allem über ihn geschrieben wurde. Es war wichtig, dass die Kandidatinnen nicht wussten, was er mit jeder einzelnen so trieb.

Samstagabend kam dann wieder mal eine Liveshow, es ging um die Entscheidung. Von 12 Frauen würde sich nach einer Woche die Hälfte verabschieden, was mir nur recht war, denn dieses Gegacker jeden Tag war nicht auszuhalten. Ich wusste also, dass ich entweder nach Hause fahre oder aber eine ruhigere Woche vor mir hatte, in der ich vielleicht Zeit bekam Logan auch mal richtig kennen zu lernen. Die Liveshow lief nach einem ähnlichen Muster ab. Alle durften wir wieder einzeln eintreten, ich hatte diesmal aber normalere Klamotten an, denn die Zuschauer würden ja wissen, dass ich nun mal nicht immer so rumlaufe wie am ersten Abend. Ich wirkte also ziemlich underdressed unter all den Frauen, aber beruhigte mich damit, dass mein Auffallen nur gut für mich war.

Wir standen nun alle 12 vor Logan und die Nervosität war zum greifen, als er nach der ersten Rose griff.

(hier ein Fun Fact aus dem Off, ich habe tatsächlich noch nie Bachelor geschaut, also wenn die Geschichte nicht zum tatsächlichen Ablauf der Show passt, nennen wir es künstlerische Freiheit)

Der Reihe nach verteilte Logan 5 Rosen und 5 glückliche Frauen ehe er die letzte in die Hand nahm. Die anderen Mädels hatten sich bereits zusammen gerottet und flüsterten sich aufgeregt zu, wem er wohl die letzte Rose überreichen würde, während ich leicht abseits stand und mich bemühte nicht zu gelangweilt zu wirken.

Ein großes Raunen ging durch die Mädchen als Logan direkt auf mich zusteuerte und mir diese letzte Rose überreichte und sich vorbeugte um mir ins Ohr zu flüstern: „wir treffen uns nachher in der Bibliothek.“

Er ging ein Stück zurück und grinste mich an, weshalb auch ich grinsen musste. Ich hatte ihn also beeindruckt oder befriedigt, wer weiß. Jedenfalls wollte er mich noch nicht gehen lassen und mir war ein Gehalt für eine weitere Woche sicher.

Als der Livepart vorbei war stieß ich allerdings auch mal mit den Mädels an, die übrig geblieben sind. Die heiße Nina war immer noch dabei und darüber äußerst überrascht, denn nun gestand sie mir, dass er kein großes Interesse an ihr zeigte während des ersten Dates und sie auch nicht mehr ansprach. Ich beruhigte sie, dass er ja sehr wenig Zeit hatte für alle Dates und er sich vielleicht einfach nur noch nicht dazu äußern wollte. Schließlich hatten wir nach unserer Nacht auch kein Gespräch.

Danach verzog ich mich in die Bibliothek, schnappte mir ein neues Buch und setzte mich gemütlich auf die Couch. Als die Tür aufging kam er herein mit einer Flasche Orangensaft und 2 Gläsern.

Irgendwie süß, wie er dachte ich trinke keinen Alkohol, dabei mochte ich nur keinen Wein.

Aber ich nahm es als nette Geste gerne an. Er setzte sich zu mir und schenkte mir ein Glas ein.

„Also Lilith, wir haben eine weitere Woche und ich habe etwas mehr Zeit. Daher wollte ich dich fragen ob du morgen den Tag mit mir verbringst. Wir machen einen Ausflug.“

„Gerne, wo wirds den hingehen, was muss ich mitbringen?“

„Es geht an einen abgelegenen Bergsee mit viel Privatsphäre. Für den Weg solltest du aber gute Schuhe mitnehmen. Und ein paar hübsche Outfits zum wechseln.“

Ich guckte ihn fragend an.

„Nun ich will dir auch mal ein bisschen was von mir zeigen. Ich nehme meine Kamera mit und wollte fragen ob du ein Shooting mit mir machen möchtest.“

Okay, nun Outfits hatte ich ja genug und ich konnte mal wieder meine sexy Seite zeigen. Also warum nicht.

„Gerne, aber du trägst meine Tasche.“ antwortete ich. Worauf er schmunzelte und nickte.

„Zeigst du mir auch ein bisschen von deinen Talenten? Ich höre du spielst Klavier?“ fragte Logan.

Ich verschluckte mich kurz, warum zum Geier hatte ich das nur angegeben, ich konnte so gut wie gar nicht spielen, ich mochte nur mein Keyboard mit den ganzen Beats und spielte dazu ganz einfache Melodien und das hatte auch schon ewig nicht gemacht.

„Tja was das angeht, ich habe schon lange nicht mehr gespielt und ich wüsste auch gar nicht was.“

versuchte ich mich raus zureden.

„Kein Problem, am Klavier stehen Notenblätter, da finden wir schon was.“ sagte er nur und führte mich an den Flügel, der so riesig war, dass ich mich fragte wie lange Arme man bräuchte um den überhaupt alleine zu bespielen.

Aber ich setzte mich hin und guckte auf die Tasten. Ich beschloss einfach nur ein bisschen rum zu klimpern. Eine Melodie, die ich seit meiner Kindheit im Kopf hatte, aber nie dahinter kam woher ich sie kannte. Dann schaute ich auf die Notenblätter und sah das Menuett, dass ich auch mal gelernt hatte, das würde ich auch noch hinkriegen.

Ich spielte langsam los und als ich den Dreh wieder raus hatte spielte ich einfach nur die Melodie und plötzlich setzte Logan neben mir ein die Akkorde zu spielen.

Es klang wirklich schön und wirkte tatsächlich sehr professionell. So würde ich wenigstens nicht komplett blamiert sein im TV. Als wir zu Ende gespielt hatten, legte er seinen Arm um meine Taille und zog mich zu sich. Er legte seine Lippen auf meine und küsste mich. Aber dieser Kuss war anders als in unserer gemeinsamen Nacht, viel gefühlvoller. Ich wusste noch fast gar nichts über ihn, aber ich konnte nicht anders, ich fühlte plötzlich die Schmetterlinge im Bauch und mein Herzschlag beschleunigte sich und ich bekam urplötzlich Angst ich könnte was falsches tun. FUCK! Ich verliebte mich in ihn. So war das nicht geplant. Langsam lies er von mir ab und schaute mir in die Augen. Ich wusste nicht ob ich was sagen sollte. Ich musste nachdenken.

„Es ist spät, ich sollte mich hinlegen um für morgen fit zu sein.“ sagte ich daher nur ehe ich mich erhob und langsam raus ging.

In meinem Kopf rotierte alles, ich ging wie betäubt in mein Zimmer und lehnte mich mit dem Rücken an die Tür. Was mach ich hier nur? Ich darf mich nicht verlieben. Was wenn er mich nachhause schickt? Dann sitze ich mit gebrochenem Herzen herum und bin auch noch eine Lachnummer im Netz.

Plötzlich klopfte es an der Tür und es riss mich aus meinen Gedanken. Logan stand draußen, ich hatte nicht realisiert, dass er mir nachging. Natürlich drehten sich sofort alle Kameras in unsere Richtung und plötzlich hasste ich das. Ich wollte das nicht mehr. Aber welche Wahl hatte ich gerade, ihn wegschicken und riskieren, dass er mich die restliche Woche nicht mehr beachtet und dann nach Hause schickt oder ihn reinlassen und riskieren, dass ich mich wieder vergesse und noch mehr in ihn verliebe.

Ich entschied mich für zweiteres und zog ihn rein um die Türe zu schließen.

„Warum bist du mir gefolgt?“ fragte ich ihn.

„Ich hatte plötzlich den Eindruck ich hätte was falsch gemacht. Und wollte fragen was.“ sagte er nur.

„Oh Gott nein, du hast nichts falsch gemacht. Ich fand den Abend sehr schön mit dir. Ich weiß nur noch sehr wenig über dich und kann mich in deiner Gegenwart nicht beherrschen glaub ich.“ gab ich mehr oder weniger ehrlich zu. Sollte er lieber denken, dass es nur um den Sex ging.

„Frag mich was du wissen willst.“ sagte er nur trocken.

„Wieso hast du mir eine Rose gegeben?“ platzte es aus mir raus. Mir war gar nicht bewusst, dass ich das wissen wollte, bis ich es ausgesprochen hatte.

„Du bist anders. Du schienst sie nicht so zu wollen wie alle anderen, obwohl wir offensichtlich eine Anziehung haben, du hast nicht mal versucht nochmal Kontakt zu mir zu suchen, nach unserer Nacht. Das machte mich neugierig. Ich weiß dass ich nicht schlecht im Bett bin, oder etwa doch?“

Bei den letzten Worten wurde seine Stimme rauer und er kam mir immer näher und legte seine Hand direkt zwischen meine Beine. Ich keuchte auf und versuchte mich zu sammeln.

„Nein du weißt eindeutig was du tust. Und wenn du so weitermachst wird das wieder nichts mit dem kennenlernen.“ aber eigentlich war es schon zu spät. Er verteilte Küsse an meinem Hals und hauchte weiter. „Ich bin Logan, ich bin 25, ich liebe es zu fotografieren, besonders wenn das Motiv so heiß ist.“

Es war bereits um mich geschehen. Doch ich beschloss ihm etwas mehr von mir zu zeigen. Es ging zwar nur um Sex, aber es war besser wenn er es jetzt wüsste.

„Ich zeig dir was.“ hauchte ich ihm zu und ging auf einen meiner Koffer zu. Es war meine Spielzeugkiste. Als er den Inhalt sah bekam er große Augen. Neben einigen Spielzeug für einsame Nächte, gab es ein paar Handschellen, eine Augenbinde und eine kleine Peitsche, nichts womit man sich wirklich weh tun kann, eher was für besondere Streicheleinheiten.

Er sah auf die Handschellen und fragte nur: „ Sind die für mich oder für dich?“

Ich grinste. „Heute darfst du entscheiden. Nächstes Mal bin ich dran.“

Er verstand. Ich zog mich langsam aus und er genoss jede Sekunde, ehe er mich packte und aufs Bett warf. Dann legte er mir die Handschellen an und setzte mir die Augenbinde auf.

Ich war aufgeregt, normalerweise würde ich so was nicht mit jemanden machen, den ich noch nicht kenne, aber die Handschellen waren sowieso Fake, ich konnte sie wenn ich wollte problemlos mit meinen Daumen öffnen, also ließ ich mich einfach drauf ein und wartete was er machen würde.

Ich lauschte wie er in der Küste stöberte und spürte wie er sich über mich aufs Bett kniete. Dann fühlte ich bereits die Fransen der kleinen Peitsche, die mir ein angenehmes Prickeln bescherten. Er fuhr damit meinen Körper entlang, verteilte immer wieder kleine Schläge und schien meine Reaktion zu beobachten, meine Nippel stellten sich auf und gaben ihm die Erlaubnis weiter zu machen. Er küsste meinen Körper vom Hals bis zu meiner Mitte und durch die Augenbinde war jede Berührung so unerwartet und intensiv. Ich liebte es einfach. Meine Klitoris war bereits geschwollen und mega empfindlich als er plötzlich meinen Druckwellenvibrator auf voller Stärke darauf setzte und ich mich zusammenreißen musste, nicht laut aufzuschreien vor Lust. Das Gefühl war unbeschreiblich. Ich kam in einer Explosion zum Orgasmus und bäumte mich auf, während er langsam die Stärke drosselte und ich mich wieder beruhigen konnte. Im nächsten Moment entfernte er den Vibrator und drang mit seinen Fingern in mich ein. Ich war bereits so nass, dass ich morgen das Laken wechseln müsste, aber das war mir so egal. Er wusste wirklich genau was er tun musste.

Mit seinen Fingern erreichte er mühelos den empfindlichsten Punkt in mir und ich war bereits kurz davor erneut zu explodieren, als er sie rauszog und im nächsten Moment bereits hart ihn mich eindrang. Es war eine multiple Explosion. Ich öffnete schnell meine Handschellen und schlang meine Arme und Beine um ihn um ihn noch tiefer in mir zu spüren. Seine Bewegungen wurden immer schneller und härter, ich spürte wie sein Schwanz immer mehr anschwoll und konnte mich kaum noch beherrschen. Ein letztes Mal traf er den Punkt in meinem Inneren und die Spannung um seinen Schwanz muss fast schon schmerzhaft gewesen sein als sich mein Orgasmus anbahnte, doch er brauchte genau das und kam ebenfalls laut stöhnend zum Abschluss.

Mein Herz raste einfach nur und ich brachte 10 Minuten kein Wort heraus. Während er neben mir lag und über meinen Körper streichelte. Nun da der Druck abgebaut war konnte ich langsam wieder klar denken. Ich drehte mich zu ihm zog die Decke ein Stück über uns und schaute ihm in die Augen.

„Erzähl mir was über dich.“ sagte ich nur und vergrub mein Gesicht an seiner Brust und nun schien auch er so weit sich zu öffnen. Ich hatte mich ihm ausgeliefert und damit großes Vertrauen bewiesen. Also begann mir von sich zu erzählen. Wie es war als Kind reicher Eltern aufzuwachsen. Dass er noch nicht genau weiß, was er mit seinem Leben machen will und dass er sich einsam fühlte, weil jede Frau nur sein Geld sah aber nicht ihn. Er aber die Hoffnung noch nicht aufgegeben hat.

Ich lauschte weiterhin seinen Erzählungen und begann mich richtig wohl zu fühlen. Er war plötzlich so menschlich. Hatte so viele Probleme, die wir alle haben. Irgendwann hatte er zu Ende erzählt und ich begann langsam einzuschlafen.

Kapitel 5 : Ein Tag am See

Der nächste Tag war angebrochen. Als ich aufwachte lag ich immer noch in Logans Armen und musste lächeln als ich ihn so ansah. Ein Blick auf die Uhr verriet, dass es bereits kurz vor 10h war. Ich freute mich den Tag mit Logan zu verbringen.

Sanft streichelte ich über seine Wangen um ihn zu wecken. Als er aus seinen Augen blinzelte legte sich ebenso ein Lächeln auf sein Gesicht.

„Guten Morgen.“ sagte er und gab mir einen Kuss auf die Stirn.

„Guten Morgen.“ strahlte ich ihn an.

„Willst du noch frühstücken oder wollen wir uns was mitnehmen und am See picknicken?“

„Ein Picknick klingt herrlich. Ich muss nur noch ein paar Sachen einpacken.“ erwiderte ich.

„Ja ich auch, treffen wir uns in 15 Minuten unten?“

„Gerne“

15 Minuten später stand ich fertig in bequemen Wanderklamotten und mit meiner Tasche unten, wo Logan bereits mit seiner Kameratasche und ebenso legerer Kleidung wartete.

Gemeinsam machten wir uns auf den Weg, verfolgt von einem kleinen Kamerateam, war ja zu erwarten. Ich dachte eine Weile darüber nach, wie weit ich gehen würde wenn Kameras dabei sind. Beschloss aber es nicht so eng zu sehen.

Am Weg nach oben hielten wir immer wieder an und Logan machte Fotos von mir an schönen Plätzchen. Wir begannen herumzualbern in dem ich jedes Mal dümmere Grimassen schnitt und wir waren schon außer Atem vor Lachen als wir schließlich am See ankamen.

Dann breiteten wir eine Decke aus und begannen erst mal mit dem Picknick.

Wir fütterten uns gegenseitig mit den Häppchen und mussten lachen, weil uns klar war wie kitschig das ganze aussehen musste, aber was war uns egal.

Danach wollte Logan mit der Fotosession anfangen und ich suchte mir ein Gebüsch um mich halbwegs außer Sicht der Kameras umzuziehen auch wenn ich vorhatte es heiß zu gestalten, musste man ja nicht gleich alles sehen.

Ich hatte die Corsage vom ersten Abend dabei und dazu nur ein heißes schwarzes Höschen. Da ich keine Highheels besaß blieb ich einfach barfuß und kam wieder raus, wo Logan mich anerkennend musterte.

Wir machen ein paar Fotos in verschiedenen Positionen, ehe ich beschloss mal zu zeigen was ich drauf habe. Völlig unerwartet für Logan sprang ich mit dem Outfit in den See und tauchte einmal unter um dann nass glänzend wieder aufzutauchen um langsam mit wackelnden Hüften wieder aufzutauchen. Ich hörte wie sogar die Kameraleute hinten ein anerkennendes Pfeifen nicht unterdrücken konnten und grinste frech in Logans Kamera.

Ich beschloss aufs Ganze zu gehen und öffnete ganz langsam den Reißverschluss meiner Corsage um immer mehr von meinem Körper preis zu geben, bevor Logan die Kamera hinlegte und schnell auf mich zu kam. Er nahm mich in den Arm und flüsterte mir ins Ohr : „Der Rest ist nur für meine Augen bestimmt.“

Ich schmunzelte und zog den Reißverschluss wieder zu.

Logan gab dem Kamerateam ein Zeichen zu verschwinden. Und sie folgten seiner Anweisung, was mich etwas verwunderte. Als sie weg waren setzte er sich zu mir auf die Decke und meinte nur: „ es hat schon Vorteile reich zu sein. Vor allem wenn einem der Fernsehsender gehört.“

„Oh das wusste ich nicht. Das heißt wir sind den Rest des Nachmittags hier alleine?“

„Ja mein Schatz, nun wird uns niemand mehr stören.“

„Cool.“ Antwortete ich nur, zog alle meine Klamotten aus, drehte mich um und sprang in den See.

„Es gibt nämlich nichts schöneres als nackt zu schwimmen.“

Logan lächelte verschmitzt ehe er es mir gleich tat und ebenfalls in den See sprang.

Wir alberten im Wasser herum und genossen die warme Sonne. Später legte ich mich einfach nackt in die Sonne und genoss es wie meine Haut sich langsam erhitzte.

Während wir immer wieder längere Gespräche führten um uns kennenzulernen, ging es langsam dem Abend zu und wir beobachteten den atemberaubenden Sonnenuntergang.

Logan machte noch einige Fotos von mir wie ich mich nackt vor dem Sonnenuntergang räkelte und versprach mir, dass niemand außer uns sie zu sehen bekam, da diese doch deutlich heißer waren, als ich es selbst sonst zu lassen würde.

Eingewickelt in eine Decke lagen wir uns knutschend in den Armen, ich merkte wie er bereits mehr wollte und schaute ihn kurz an. „Hast du an Kondome gedacht?“

Er schlug sich mit der Hand auf die Stirn und ich musste lachen. Natürlich hatte er genau das vergessen. Dabei müsste er inzwischen doch wissen, dass wir uns nicht beherrschen können.

Also beschloss ich ihm Erleichterung zu verschaffen und begann ihn erst mit der Hand und dann oral zu verwöhnen bis er kam und erleichtert aufatmete.

Vermutlich hätte er es sonst nicht mehr geschafft seine Hose anzuziehen 😉

So packten wir uns langsam zusammen und machten uns auf den Rückweg als es bereits dunkel war. Zum Glück war der weg gut ausgeschildert und wir hatten eine Taschenlampe dabei um den Weg zurück unfallfrei runter zu kommen.

Am Haus angekommen verabschiedete ich mich mit einem langen Kuss ehe ich mich auf mein Zimmer zurück zog um zu duschen und mich dann ins Bett zu legen.
Der Tag war lang und ich war sehr schnell mit einem Lächeln auf den Lippen eingeschlafen.

Kapitel 6 : Konsequenzen

Die nächsten Tage sah ich Logan kaum, da er natürlich auch mit den anderen Frauen jeweils einen Tag verbrachte, ich fragte mich ob er wohl mit allen so war wie mit mir oder ob es echt war.

Als ich mit meinem Laptop gerade im Wohnzimmer saß, sah ich ein offenes WLAN aufpoppen, offensichtlich hatte einer der Crew es vergessen und sein Handy als Hotspot aktiviert.

Ich beschloss diese Chance zu nutzen und loggte mich ein um online zu gehen. Ich wollte mal sehen was meine Freunde mir geschrieben hatten.

Ich bekam jede Menge netter Nachrichten. Einige schrieben das Logan mir total verfallen sei und bei den anderen immer nur gelangweilt drein blickt, das machte mich gleichzeitig glücklich und traurig, denn die anderen hatten es nicht verdient.

Dann jedoch kam eine neue Nachricht von meiner besten Freundin rein.

„Du wurdest verarscht, sieh dir das an!!!“ schrieb sie mit einem Link zu einem Zeitungsartikel.

Als ich ihn öffnete schlug ich die Hände vor dem Mund zusammen. Es waren die Bilder die Logan von mir gemacht hatte. Und zwar alle. HEISSE STUNDEN AM SEE war die Schlagzeile. Die Kommentare unter dem Artikel waren noch viel schlimmer. Ich wurde als Schlampe, Goldgräberin und noch viel schlimmer betitelt und die Kommentare, derer die sich gerne mal mit mir treffen wollten, waren teilweise so erschreckend, dass ich es mit der Angst zu tun bekam.

Das einzig beruhigende war, dass man offensichtlich noch nicht herausgefunden hatte, wer ich genau bin.

Wie konnte er so was nur tun? Mit diesen Fotos im Netz würde es unmöglich nochmal in meiner Branche Fuß zu fassen.

Ich war so enttäuscht und wütend. Ich schrieb meiner Freundin, dass ich sofort abreise. Scheiß auf das Geld. Sie bekam die Adresse und machte sich auf den Weg um mich abzuholen. Ich ging nach oben und packte meine Sachen. Dann ging ich zum Regiezimmer und klopfte dort an.

Leider war meine Ansprechpartnerin Linda nicht da, nur ein Typ namens James, den ich noch nicht kannte. Egal dachte ich nur und sagte es geradeheraus.

„Ich werde aussteigen. Ich reise heute noch ab.“

„Nanana, so schlimm kann es doch nicht sein. Es läuft doch gut zwischen dir und Logan.“

Er hatte ein dreckiges Grinsen im Gesicht, von dem ich sofort eine ungute Gänsehaut bekam. Er wusste es also bereits. Naja war ja klar. Die Fotos aus Logans Kamera mussten ja irgendwie aus dem Haus gekommen sein. Wahrscheinlich war der sogar der Verantwortliche.

„Ob es gut läuft ist meine Sache und ich werde abreisen, dass das klar ist.“

Das schien ihn wenig zu interessieren. Und ich bekam plötzlich das Gefühl hier gefangen zu sein, als er auf mich zu kam und nur meinte.

„Ich bin sicher wir können uns einigen. Du weißt dass du hier nicht weg kommst ohne mich. Das Tor ist verschlossen um die Schaulustigen vom Gelände fern zu halten.“

Er stand genau vor mir mit diesem dreckigen Grinsen und ich bekam Panik. Wie weit würde er gehen? Er hatte mich bereits mit seinen Beinen auf dem Stuhl eingekesselt und ich sah keine Möglichkeit zur Tür zu gelangen. Er leckte sich über die Lippen und meinte nur: „los zieh dich aus, dann überlege ich mir ob ich das Tor für dich öffne.“

Ich nahm all meinen Mut zusammen und entgegnete nur wütend: „Was zur Hölle bildest du dir eigentlich ein? Entweder du lässt mich gehen oder ich verklage euch, dass euch hören und sehen vergeht.“

„Schon vergessen, dass ihr eine Klausel gegen sexuelle Belästigung unterschrieben habt?“

Und da schoss es mir durch den Kopf.

„Nein und das auch nicht“ und trat ihm in die Weichteile. Er krümmte sich und sein Gesicht war schmerzverzerrt doch im nächsten Moment erkannte ich die Wut und versuchte schnell dir Tür zurück ins Haus zu erreichen, doch er hielt mich davon ab.

„Du Miststück.“ und verpasste mir eine, dass ich zu Boden ging. Dann schnappte er nach mir und riss meine Bluse auf. Ich wollte schreien, wusste aber dass es keinen Sinn machte in einem schalldichten Raum wie diesen. Als er mich an die Wand drückte und an meiner Hose fummelte, fing ich an zu weinen. Ich konnte nicht fassen, dass mir so eine Scheiße passieren musste.

Die Fotos im Netz waren mir so egal geworden. Ich wollte nur hier weg. Ich war bereits gebrochen und wollte es einfach nur hinter mich bringen, als die Tür sich öffnete und Nina rein kam.

Als sie mein panisches Gesicht sah, schaltete sie schnell. Sie schnappte nach einer Lampe und schlug damit auf den Arsch ein, so dass er zurück taumelte. Dann schnappte sie nach meiner Hand und zog mich aus dem Zimmer.

Ich fiel ihr nur dankbar um den Hals, doch sie löste sich schnell und verkeilte den Türknauf mit einem Stuhl. Bevor sie mich mit sich zog zu den anderen Frauen, die mich schockiert betrachteten.

Eine kam sofort mit einer Decke auf mich zu und wickelte mich fest ein, da ich immer noch halbnackt da stand und zitterte. Im nächsten Moment kam Logan mit seinem heutigen Date zur Tür rein und erstarrte als er mein Gesicht in Tränen sah.

Sofort kam er auf mich zu. „Was ist passiert?“

„Lass mich in Ruhe, dass ist alles deine Schuld.“ keifte ich ihn an.

Wären diese Fotos nicht gewesen, wäre das nie passiert.

„Was, was meinst du?“

„Du hast die Fotos weiter gegeben.“ heulte ich nur. „Ich wollte weggehen, aber dieser schmierige Arsch, dachte offenbar, dass ich Freiwild bin.“

„Was nein! Ich habe die Fotos nicht weitergegeben. Die Fotos sind nur auf meiner Kamera ich schwöre.“ Ich nahm den Laptop und öffnete den Artikel.

„Ach ja und wie erklärst du dir das?“

Logan starrte entsetzt auf den Bildschirm, dann lief er schnell in sein Zimmer und holte die Kamera. Als er nach der SD Karte suchte, schnaubte er wütend. „Diese Schweine haben die Bilder gestohlen.“ er kam wieder auf mich zu. „Lilith ich schwöre dir, dass ich das nicht autorisiert habe. Die Bilder sollten nur für uns sein.“

„Das ist jetzt egal.“ langsam beruhigte ich mich. „Kannst du dafür sorgen, dass ich hier raus komme. Meine Freundin holt mich ab.“

„Natürlich.“ meinte er. „unter diesen Umständen müssen wir die Show sowieso abbrechen. So etwas hätte niemals passieren dürfen.“

Logan ging Richtung Regiezimmer und sah den Stuhl den Nina dort eingeklemmt hatte um uns zu schützen. Er zog ihn raus und öffnete die Tür. James saß da als wäre nichts passiert.

„Hey Logan was gibts?“ meinte er nur und ich spürte wie eine unbändige Wut in mir aufstieg. Er wagte tatsächlich so zu tun als wäre nichts passiert.

„Nichts was gibts Junge, was hast du Lilith angetan du Arschloch?“

„Was ?! Gar nichts. Die Kleine hat sich an mich ran gemacht. Sie wollte mehr Screentime. Aber ich hab ihr gleich klar gemacht, dass das so nicht läuft. Du weißt ja dass sie eine Schlampe ist, die sich gerne vor anderen auszieht.“

Das wars, für Logan war klar, dass er die Fotos gestohlen hatte. Er packte ihn nur am Kragen und drückte ihn an die Wand.

„Also erstens nennst du hier niemanden Schlampe. Zweitens bist du gefeuert und drittens geh mir aus den Augen bevor ich mich vergesse.“

James wurde kreidebleich und verließ schnell das Zimmer auf der anderen Seite. Dann schnappte sich Logan das Telefon und rief die Produzentin Linda an um ihr zu sagen, dass die Show abgebrochen wird.

Linda verstand sofort, sie hatte auf den Kameras gesehen, wie Nina mich aus dem Zimmer geholt hatte und ahnte bereits was passiert war. Sie schaltete alles ab und gab Logan zu verstehen, dass nun alles offline ist.

Dann wandte er sich an uns.

„Ladys packt eure Sachen. Es tut mir leid, aber wir müssen dass hier abbrechen. Aber ihr bekommt alle die volle Entlohnung.“

Nach allem was passiert war, war keine mehr scharf darauf länger hier zu bleiben weshalb sich alle schnell auf den Weg machten und ihre Sachen packten.

Logan blieb bei mir, da ich sofort wieder anfing zu zittern als ich mich alleine wähnte. Ich hatte ja längst gepackt.

Wenige Minuten später kam Linda ins Haus mit meiner besten Freundin hinter sich. Sie kam sofort auf mich zu und schloss mich in ihre Arme. Sie hatte auch noch den Stream gesehen und wusste bereits was passiert war. Dann schnappte sie meine Tasche und nahm den Laptop.

Als wir auf den Ausgang zusteuerten sah Logan mir verzweifelt hinterher, ließ mich jedoch ohne ein Wort mit ihr gehen. Ich hätte das jetzt nicht ertragen.

Innerlich ohrfeigte ich mich selbst. Man macht keine Nacktfotos egal mit wem, so was kann immer raus kommen. Und ich hätte nicht alleine da rein gehen sollen als ich sah, dass Linda nicht da war.

Es ist traurig, dass man sich als Frau so fühlen muss, aber die Realität.

Meine Freundin nahm mich mit zu sich nach Hause. Wir wollten kein Risiko eingehen, falls meine Identität doch irgendwo im Netz geleaked wurde. Und ich war ihr dankbar dass sie mich erst mal aufnahm.

Die nächsten 2 Wochen blieb ich bei ihr und besuchte eine Therapeutin um mit dem Trauma fertig zu werden. Sie war unglaublich geduldig mit mir. Ich sagte und zeigte ihr alles und sie nahm sich täglich mehrere Stunden Zeit für mich. So konnte ich das Ganze recht schnell verarbeiten.

Als ich schließlich wieder durchschlafen konnte ohne Alpträume zu haben, beschloss wieder nach Hause zu gehen und weiter zu leben. Es würde eine Weile dauern, bis die Schlagzeilen abebbten.

Aber Logan hatte Wort gehalten und wir bekamen alle die volle Dauer der Show unser Gehalt, weshalb ich mich erst mal nicht mit Bewerbungen quälen musste.

Kapitel 7: das normale Leben

2 Monate später, war das Leben wieder normal geworden. Ich hatte einen Brief von Logan erhalten in dem er sich für alles entschuldigte und mir mitteilte, dass es für James noch rechtliche Konsequenzen gab. Offensichtlich war ich nicht die erste an der er sich vergriffen hatte. Doch bis dahin hatte sich niemand getraut es öffentlich anzusprechen. Ich lehnte auch die meisten Interviewanfragen ab, auch wenn ich den Stein ins Rollen gebracht hatte. Ich gab nur ein einziges Interview bei einer seriösen Tageszeitung, mit dem Versprechen meine Identität zu schützen.

Danach kamen immer mehr Vorwürfe und dieser James würde wohl länger kein Tageslicht mehr sehen, was mir ein bisschen Genugtuung verschaffte.

Aber nun wollte ich auch mein Leben wieder normal weiterführen und begann mich wieder zu bewerben.

Ich hörte von einem kleinen Startup, dass noch IT Techniker suchte und versuchte mein Glück.

Ich freute mich als ich einen Anruf der Geschäftsführerin erhielt, die mich zum Vorstellungsgespräch einlud.

Am nächsten Tag zog ich meine besten Klamotten an um einen guten Eindruck zu machen. Als Technikerin hieß das, keinen Rock sondern saubere Jeans und ein Polohemd. Die Haare sauber nach hinten frisiert und meine Brille auf der Nase.

Dort angekommen staunte ich nicht schlecht. Die Räume waren hell und geräumig. Viel Platz zum arbeiten und die neuesten Gaming PCs. Das Startup programmierte Spiele für weibliches Publikum, was mir von Anfang an gefiel.

Das Gespräch mit der Geschäftsführerin Anna war sehr angenehm. Wir hatten sofort einen Draht zu einander. Ich durfte meine Fähigkeiten beweisen in dem ich ihr aus einer riesigen Menge an Hardware einen Gaming PC zusammenstellte und einrichtete.

Dann durfte ich auch ein paar Fragen stellen. Also stellte ich meine Fragen nach Gehalt und Arbeitszeiten, die beide zu meiner Zufriedenheit beantwortet wurden und dann fragte ich noch neugierig nach. „Ich bin ziemlich begeistert von eurem Büro, alles neueste Technik. Aber wie könnt ihr euch das als Startup leisten. Female Gaming ist ja nicht gerade das wofür Banken große Kredite springen lassen.“

Anna lächelte: „Ja da hast du völlig recht und bis vor kurzem, hatten wir kaum Möglichkeiten und arbeiteten alle von Zuhause mit unseren privaten Geräten, aber dann kam ein Investor auf uns zu, der an uns glaubte und uns alle Mittel zur Verfügung stellte um uns schnell voran zu bringen. Er ist wirklich ein Schatz.“

Ich lächelte. „Das ist ja toll, werde ich den Gönner mal kennenlernen?“

„Das kommt ganz drauf an.“ meinte sie nur lächelnd.

„Worauf kommts denn an?“ erwiderte ich.

Anna legte den Arbeitsvertrag auf den Tisch. „Ob du unterschreibst, du passt perfekt ins Team. Wenn wir den Vertrag machen brauchst du sowieso gleich den Mitarbeiterausweis. Und unser Investor lies es sich nicht nehmen ein bisschen mitzuarbeiten, weshalb er als Fotograf für uns arbeitet.“

Ich grinste bis über beide Ohren, die Stelle war perfekt, die Chefin war toll und ich würde endlich wieder arbeiten können, natürlich unterschrieb ich sofort den Vertrag und besiegelte das ganze mit einem Handschlag.

„Perfekt,“ freute sich Anna, „ dann gehen wir mal dein Foto machen.“

Anna führte mich zu einem Büro mit der Aufschrift Social Media Abteilung. Sie klopfte kurz und öffnete die Tür und sagte : „ Logan, darf ich dir unsere neueste Mitarbeiterin in der IT vorstellen, das ist Lilith.“

Als sich unsere Blicke trafen, weiteten sich unser beider Augen.

„Danke Anna, aber wir kennen uns schon.“ erwiderte Logan und zog mich in eine Umarmung, kurz spannte ich mich an, ließ es dann jedoch geschehen.

„Das freut mich doch. Dann lass ich euch beide mal alleine. Logan schick dann bitte das Foto in die Personalabteilung. Lilith du kannst deinen Mitarbeiterausweis in einer Stunde bei mir abholen. Bis dahin kannst du dich gerne frei bewegen und noch ein bisschen umsehen.“

Ich bedankte mich bei Anna und blieb in Logans Büro.

„Soso Social Media also“ zwinkerte ich Logan an.

„Ja auf Reality TV hatte ich keinen Bock mehr. Und ich wollte mal selbst Hand anlegen und mitarbeiten. Da schien mir ein Startup die richtige Idee. Hier kann ich meiner Leidenschaft folgen.“

„Und was machst du so außer Mitarbeiterausweise?“ lächelte ich.

„Fotos und Videos für unsere Social Media Plattformen, wenn ich in eine Firma investiere, stelle ich natürlich auch sicher, dass sie Erfolg hat.“

„Sehr schön, es freut mich dass du was gefunden hast, was dir Freude bereitet. Und natürlich freue ich mich auch mit dir zu arbeiten.“

Nachdem Logan dann das Foto für meinen Ausweis gemacht hat und es mir noch zeigte ehe er es weiterschicken, hakte ich mich bei ihm unter und er zeigte mir alle Abteilungen und stellte mich den Mitarbeitern vor.

Als mein Ausweis fertig war holte ich ihn ab und verabschiedete mich erst mal von Logan.

Ich beschloss ihn erst mal noch auf Abstand zu halten. Und auch er machte keine Anstalten mich zu bedrängen.

Und so hatte ich die nächsten Wochen Gelegenheit nicht nur ihn sondern auch alle meine Kollegen näher kennenzulernen. Wir gingen oft zusammen nach der Arbeit noch was trinken und ich konnte nicht umhin in mich rein zu lächeln, wie sich mein Leben nach all dem Drama entwickelt hatte.

Auch meine Therapeutin war zufrieden als ich ihr von meinem neuen Leben erzählte und beschloss, dass ich sie erst mal nicht mehr brauchte.

Auch Logan bemerkte meine Veränderung und als wir eines Abends die letzten in der Bar waren, sprach er mich darauf an: „Du hast dich in letzter Zeit sehr verändert. Es freut mich, dich ehrlich lachen zu sehen.“

„Ja es geht mir auch gut und ich habe allen Grund wieder zu lachen. Der Job macht mir Spaß, die Kollegen sind einfach toll und ich stehe morgens gerne auf. Auch wenn ich eigentlich ein Morgenmuffel bin.“ erwiderte ich und nippte an meinem Cocktail.

Logan sah mich lange an: „Ich freue mich, dass wir es geschafft haben Freunde zu werden. Doch würde ich mir jetzt nachdem ich dich richtig kennenlernen konnte wünschen, dass wir unsere Beziehung vertiefen. Wie stehst du dazu?“

Ich zog die Augenbrauen hoch. Der Gedanke an unsere gemeinsame Zeit in der Villa. Die Wut über die Fotos auch wenn es am Ende nicht seine Schuld war und das Erlebnis mit diesem Schwein James drangen in meine Gedanken und meine Miene muss sich kurz verfinstert haben, denn er machte sofort einen Rückzieher.

„Vergiss was ich gesagt habe, ich wollte dich nicht an alte Zeiten erinnern. Ich frage mich nur, was gewesen wäre, wenn wir uns erst hier in der Firma kennengelernt hätten. Du nicht gewusst hättest wer ich bin und all der Druck nicht da gewesen wäre?“

Ja die Frage habe ich mir auch gestellt. Unter anderen Umständen würde ich mich wohl nicht so zurückhalten. Er war gutaussehend, leidenschaftlich für seine Arbeit und reich auch wenn das für mich nebensächlich war. Wir konnten gut miteinander. Er brachte mich zum Lachen. Und ich wusste ja bereits, dass wir auch im Bett harmonierten. Warum sollte ich mich zurück halten? Nur wegen dem was war? Bin ich dumm. Verdammt ich liebe diesen Kerl doch. Und ich glaube ihm geht es nicht anders. Seit wir zusammen arbeiten, hab ich nicht einmal gehört, dass er mit einer anderen Frau ausging oder auch nur geflirtet hatte, dabei hatten es genug bei ihm versucht.

Vielleicht sollte ich es einfach mal riskieren.

„Weißt du was, wir sollten es einfach versuchen. Aber unter normalen Umständen. Wie wäre es für den Anfang mit einem Filmabend? Netflix und Chill und jede Menge Chips und Süßes?“ und lächelte ihn an.

Seine Miene erhellte sich und er war sofort Feuer und Flamme für die Idee.

Also verabredeten wir uns für den nächsten Abend bei mir und machten uns danach auf den Heimweg. Jeder für sich, denn hätte ich ihn gleich mitgenommen und da ich bereits einiges getrunken hatte, wäre das wieder nur im Bett geendet und das wollte ich jetzt gerade nicht, auch wenn ich ihn wollte.

Kapitel 8: Ein neuer Anfang

Pünktlich um 18h stand Logan vor meiner Tür und brachte Proviant mit.
Ich hatte meinen Plan zu sehen wie gut wir wirklich harmonieren.

Ich hatte ein neues Profil auf Netflix eingerichtet, er sollte nicht wissen, was mir gefällt sondern selbst entscheiden.

Er merkte was mein Plan war und war leicht verunsichert doch beschloss schließlich einfach eine Serie zu starten, damit er nicht in 90 erneut suchen müsste. Ich lehnte mich nur gemütlich zurück, zog mir eine Decke über die Beine und eine Schüssel Chips auf den Schoß als er mit „The Vampire Diaries“ startete. Ich schmunzelte, ich glaube nicht, dass er das für sich ausgesucht hat, aber es zeigte zumindest seine Schmerzgrenze an, was Schnulzen anging. Dann lehnte auch er sich zurück und ich mich an seine Schulter. Die Chips stellte ich in die Mitte damit wir beide rein langen konnten und immer wen sich unsere Hände beruhigten schaute ich ihn grinsend von der Seite an.

Ich konnte es mir nicht verkneifen und bei einer der ersten Szenen, als Stefan Caroline noch kalt abwies, dass sie niemals sein Typ wäre musste ich lachen und meinte nur: „Haha ja das sagst du jetzt!“ und aus Logans ehrlichem Lachen wurde mir klar, dass er die Serie tatsächlich wie ich bis zum Ende kannte.

Jetzt konnte uns nichts mehr halten und wir begannen nebenbei über all die Ungereimtheiten zu diskutieren. Unsere angeregte Unterhaltung ging gute 7 Episoden lang und es war bereits Mitternacht und ich begann zu gähnen. Ich wollte nicht dass dieser Abend endet, aber ich wollte ihm auch keine falschen Hoffnungen machen. Ich war nicht bereit wieder körperlich zu werden. Auch wenn ich verarbeitet hatte was passiert war hatte ich immer noch Berührungsängste. Aber er machte auch keinerlei Andeutungen in diese Richtung.

Meine Wohnung war ein Loft und so stand mein Bett nur wenige Meter hinter uns im Raum. Ich machte den Fernseher aus und ging ins Bad um mich bettfertig zu machen. Normalerweise schlief ich nackt aber so schnappte ich mir ein altes langes Shirt und einen Omaslip und kam wieder raus.

„Soll ich gehen?“ fragte er und ich sah die Hoffnung in seinen Augen, dass die Antwort nein lautete. Also erfüllte ich seinen Wunsch und sagte: „Du musst nicht gehen, du kannst hier schlafen wenn du willst.“ und deutete auf das große Bett, dass genug Platz für uns beide bot.

Also legten wir uns gemeinsam hin, ich schnappte mir mein Tablet und lies die Serie weiterlaufen. Ich stellte das Tablett in die Mitte zwischen uns und lehnte meinen Kopf zu seiner Schulter.

Langsam schlief ich ein und das Tablet ist vermutlich irgendwann einfach umgefallen als ich mich im Schlaf an ihn kuschelte, denn ich wachte am Samstagmorgen in seinen Armen auf. Als ich meinen Kopf hob, sah ich wie er nur liebevoll zu mir runter blickte. Die Angst, dass ich mich in seiner Nähe nicht entspannen könnte war wie weggeblasen und zog seinen Kopf zu mir und küsste ihn sanft, was er erwiderte.

„Soll ich uns Frühstück holen?“ fragte er schließlich nachdem wir uns voneinander gelöst hatten.

„Gleich:“ flüsterte ich und zog ihn auf mich. Ich war bereit. Bereit ihn zu lieben. Ich weiß nicht ob er es auch ist, aber ich wollte es riskieren. Ich sah ihm tief in die Augen und sprach es aus. „Ich liebe dich, Logan.“ Seine Augen begannen zu strahlen und er küsste mich erneut eh er ein leises „Ich liebe dich auch, Lilith“ erwiderte.

Nun wollte ich ihn spüren, ohne ihn loszulassen streifte ich mit meinen Füßen seine Boxershorts runter, er wusste was ich wollte und streifte ebenfalls meinen Slip nach unten. Ich spürte, seine Erregung und wie er trotzdem zögerte. Also nahm ich ein Kondom aus meinem Nachttisch, nahm seinen Penis in meine Hand und streifte es ihm über und führte ihn dann langsam zwischen meine Beine. Er drang ihn mich ein und verharrte einen Moment in dieser Position. Was zwischen uns war, war in diesem Moment keine Leidenschaft sondern echte Intimität. Wir küssten uns erneut während er begann sich langsam in mir zu bewegen.

Es war so anders als die ersten Male zwischen uns und doch so wunderschön. Wir fanden einen gemeinsamen Rhythmus, als er merkte, dass er sich nicht mehr lange zurück halten konnte, schob er mein Shirt nach oben und begann an meinen Brustwarzen zu saugen während sich eine Hand zwischen meine Beine schob um mich zusätzlich zu stimulieren. Ich stöhnte leise und krallte meine Finger in seinen Rücken. Beinahe gleichzeitig kamen wir zum Orgasmus und krönten diesen mit einem innigen Kuss eher er auf meiner Brust niedersank.

Glücklich vereinten sich unser Atem und unser Herzschlag, die langsam ihr normales Tempo wieder fanden. Ehe er sich vorsichtig aus mir raus zog um das Kondom abzustreifen und in den kleinen Mülleimer neben meinem Bett zu werfen.

„Jetzt hab ich Hunger.“ platzte es aus mir raus und wir lachten beide auf. Und ich beschloss, dieses Wochenende mit ihm zu genießen. Also zogen wir uns beide an und gingen gemeinsam frühstücken.

Die Blicke auf uns wie ich mit einem der begehrtesten Junggesellen des Landes verliebt beim Frühstück saß, beide nur in den Schlabberklamotten vom Fernsehabend, ließen uns beide schmunzeln.

Das konnte ja noch was werden, dachte ich mir. Immerhin war er reich und Teil der High Society. Wie ich da rein passen sollte, wusste ich nicht. Andererseits war es mir auch egal. Er liebte mich genauso wie ich war und ich ihn. Niemand von uns würde sich ändern müssen.

Und erstmal würden wir nur einander genießen. Alles andere hatte noch Zeit.

Kapitel 9: Entscheidungen

Logan und ich verbrachten die letzten Monate meistens bei mir oder bei ihm. Logans Wohnung war zwar ein luxuriöses Penthouse, aber auf Personal hat er verzichtet. Es kam nur einmal pro Woche eine Putzfrau und machte sauber. Den Rest machte er alleine und das liebte ich so an ihm. Er war auf dem Boden geblieben und so war unsere Beziehung von Beständigkeit geprägt.

Auch im Startup lief es gut. Inzwischen hatten wir unser Angebot erweitert, neben Games für Frauen haben wir nun auch Gaming Zubehör aufgenommen.

Ergonomische Stühle, Mäuse, Tastaturen, alles angepasst an die weibliche Anatomie, was auch vielen der Programmiererinnen gefiel.

Neben meinen technischen Tätigkeiten unterstützte ich Logan inzwischen im Social Media Bereich. Gemeinsam suchten wir immer wieder nach echten, authentischen Gamerinnen um die Social Media Werbung auch wirklich auf Frauen zuschneiden zu können.

Als wir mal wieder vor meiner Wohnung von Paparazzi abgefangen wurden, was mich als einziges wirklich nervte, machte Logan mir den Vorschlag bei ihm einzuziehen.

Sein Penthouse war nun mal doch besser abgeschirmt und das Parkhaus war mit mehreren anderen Häusern verbunden und wir konnten unauffällig aus einem unscheinbaren Parkhaus in der Nähe raus fahren.

Es war ein ziemlich pragmatischer Grund, aber ich sah auch keinen Grund der dagegen sprach mit ihm zusammen zu ziehen, wir verbrachten sowieso die meiste Zeit gemeinsam.

Er machte mir sogar ein Zimmer nur für mich frei, damit ich einen Rückzugsort hatte, wo ich zocken und arbeiten konnte.

Also sagte ich zu und wir machten uns daran meinen Umzug zu organisieren.

Da ich keine Möbel mitnehmen musste waren meine Sachen schnell gepackt und verladen.

Bei Logan angekommen trugen wir meine Klamotten in den Schrankraum und meine persönlichen Sachen in mein neues Zimmer. Das Zimmer stach jedenfalls heraus in dem edel eingerichteten Penthouse, denn ich hatte mir alles mit Kallax Regalen vorbereiten lassen, damit musste ich viele meiner Sachen nur in die Regale schieben.

Als ich meinen PC aufbauen wollte bekam ich einen Schock, denn er war nicht in der Schachtel. Mein ganzes Leben war auf diesem PC. Ich nutzte keine Cloudspeicher mehr und hatte alles auf meiner Festplatte.

Ich stieß einen grellen Schrei aus.

Als ich Logans Kichern in der Tür hörte konnte ich es nicht fassen. Wütend drehte ich mich zu ihm.

„Das ist nicht witzig. Ich habe meinen PC und alles was dazu gehört mit der größten Sorgfalt verpackt, ich weiß also dass das kein Zufall sein kann, also hör auf zu lachen und sag mir sofort was los ist.“ blaffte ich ihn mit mehr Wut an als ich sollte, denn während ich die Worte aussprach wurde mir bewusst, dass Logan dahinter steckte und dass der PC also nicht von alleine aus der Schachtel gesprungen ist.

Logan schmunzelte, als es bereits an der Tür läutete. Während er darauf zuging meinte er nur noch: „ ich dachte ja auch du brauchst noch etwas länger bevor du es merkst.“

Dann öffneten sich die Fahrstuhltüren und meine Kollegen kamen zum Vorschein, jeder mit ein oder mehreren Teilen, eines nagelneuen Setups. Ich war immer noch sauer, auch wenn ich natürlich dankbar sein musste, aber meine Daten.

Als hätte man es mir im Gesicht angesehen sprach meine Kollegin Ella: „keine Sorge Lil, wir haben deine Festplatten gespiegelt. Es ist alles fix und fertig eingerichtet.“

Sichtlich erleichtert atmete ich aus und gab einem lachenden Logan einen festen Stoß auf die Schulter. Während ich dann selbst mit Hand anlegte und wir das neue Setup aufbauten. Als alles fertig angeschlossen war und ich bereits eingeschalten hatte, verabschiedete ich mich noch von meinen Kollegen, die mich ein bisschen mehr angrinsten als sie sollten, aber das ignorierte ich nach all der Aufregung.

Ich setzte mich an den PC und meldete mich an. Alles war soweit noch da. Meine Daten, meine Programme, alles war okay. Dann viel mir beim Abscannen der Desktop Elemente noch ein READ ME Ordner auf, der vorher nicht da war.

Ich guckte also hinein und fand eine txt und eine bat Datei.

Ich öffnete die txt Datei.

HEY LIL, MIT DER BATCHDATEI KANNST DU DEINEN PC NOCH MIT LOGANS SMARTHOME VERBINDEN. DAS GING LEIDER NICHT VOM BÜRO. WENN DU DIE DATEI AUSGEFÜHRT HAST, ÖFFNE DIE SMARTHOME APP AUS DEM MENÜ UND DU BEKOMMST ZUGANG ZU LICHT, HEIZUNG, SOUND ANLAGE UND SICHERHEITSSYSTEM. LG ELLA

Cool dachte ich mir und drückte auf die Batchdatei und sah zu wie schnell die Codezeilen durchrattern und alle Geräte suchten und verbanden.

Als diese fertig war, warf ich gleich einen Blick in die App.

Es öffnete sich eine rudimentär designte aber intuitive Oberfläche.

Und es gab ein paar vorprogrammierte Setups für Netflix&Chill, Entspannung, Schlafen und eins das hieß „WILLST DU“. Ich war neugierig und aktivierte Willst du.

Plötzlich wurde das Licht im Raum gedimmt und ein Spotlight wurde direkt auf mich gerichtet.

Aus den Lautsprechern kam Musik.

(Turn around)every now and then I get a little bit lonely
And you’re never coming ’round
(Turn around) every now and then I get a little bit tired
Of listening to the sound of my tears
(Turn around) every now and then I get a little bit nervous
That the best of all the years have gone by
(Turn around) every now and then I get a little bit terrified
And then I see the look in your eyes
(Turn around, bright eyes) every now and then I fall apart
(Turn around, bright eyes) every now and then I fall apart –
bei dieser Textzeile hörte ich Logan wie er mitsang und ich drehte mich herum, ein Spot war direkt auf ihn gerichtet.

Da kniete er vor mir mit einem Ringetui in seinen Händen.

Mitgerissen sang ich den Refrain mit:

And I need you now tonight
And I need you more than ever
And if you only hold me tight
We’ll be holding on forever
And we’ll only be making it right
‘Cause we’ll never be wrong
Together we can take it to the end of the line
Your love is like a shadow on me all of the time (all of the time)
I don’t know what to do and I’m always in the dark
We’re living in a powder keg and giving off sparks
I really need you tonight
Forever’s gonna start tonight
Forever’s gonna start tonight

Ich sah ihn nur an und nickte, da erhob er sich und steckte mir den Ring an den Finger. Ich fiel ihm in die Arme und wir küssten uns als gäbe es kein Morgen mehr.

Wir lösten uns erst als die Musik endete und das Licht wieder normal wurde. Ich glaube ich war noch nie so glücklich wie in diesem Moment. Ich wusste nicht was die Zukunft bringen würde, aber ich war bereit sie mit ihm zu verbringen.

ENDE!

Tja das wars mit dieser Geschichte, ich hab schon wieder so viele Ideen im Kopf. Mein Dank geht an @JennyHCA , @AlinaCube deren Geschichten mich inspiriert haben zu schreiben und an meine beste Freundin @AndieYiu, die mir so viele Liebe Worte zu meinen Storys geschenkt hat.

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