Meine Gedanken

Menschen, die sich gegen das Gendern wehren weil es angeblich den Lesefluss stört, hatten seit Jahren kein richtiges Buch mehr in der Hand.

Menschen, die Klimaktivisten wegsperren wollen weil sie Stadtstraßen blockieren, die man problemlos mit der U-Bahn umgehen könnten, bringen auch ihre Kinder mit dem SUV zur Schule weil es für die Kids auf der Straße zu gefährlich ist.

Menschen, die sich nicht impfen lassen, weil sie gesund sind, haben den Sinn von Impfungen nicht verstanden.

Mehr ist es heute nicht.

Ben&Jerrys

Wenn #Benandjerrys nicht mehr in besetzte Gebiete vertreibt ist das nicht antiisraelisch sondern Antibesetzung. Würden sie nicht mehr auf die Krim verkaufen wäre es dann antirussisch? Und hätte jemand was einzuwenden? Wohl kaum.

Ich meine, die müssen sich doch selbst doof vorkommen, wenn sie Antisemitismus vermuten weil die kein Eis mehr da produzieren, soweit ich weiß ist Eiscreme kein Menschenrecht, erst recht nicht wenn’s nur eine Marke ist. Und somit wird durch diese Entscheidung auch niemand diskriminiert, denn die Palästinenser bekommen auch kein Eis mehr. Was ist das? Antiislamisch? Das ist doch mehr als lächerlich und wer da zum Boykott aufruft ist tatsächlich mediengesteuert und hirntot.

Bitte wieder selber denken. Das wäre schön. Und nicht boykottieren weils gerade auf Twitter trendet, ist ja schlimmer als Fotos von Impfstichpflastern, weil man so stolz ist, niemand boykottiert Ben and Jerrys ernsthaft für Israel wenn er vorher nie welches gekauft hat. Und die denen es schmeckt werden es weiterhin kaufen.

Wirst ihr was echte Unterstützung bedeutet? Das ich den kompletten Lockdown über nie bei #Amazon bestellt habe obwohl ich das sonst häufig mache und stattdessen nach dem Lockdown beim lokalen Händler war. Das war Support der tatsächlich was bringt. Aber der Rest redet jetzt gehen B&J und kauft weiter bei Jeff Bezos.

Infektion vs. Erkrankung

Die Medien sind selbst schuld. Sie befeuern die Skepsis gegen die Impfung mit falschen Schlagzeilen wie „Erkrankung trotz Impfung“ obwohl es inhaltlich um Infektion nicht um Erkrankung geht. Zur Klärung, würde man entsprechende Tests machen könnte man viele Infektionen bei uns feststellen gegen die wir geimpft sind, wir erkranken aber nicht. Und weil wir eben nicht ständig auf alles testen wissen wir nichts davon. Sinn und Zweck der Impfaktion sollte sein, dass wir nur noch testen wenn wir Krankheitssymptome haben, wie zu Beginn der Pandemie. Die Massentests an Gesunden führen zu hohen positiven Zahlen, das heißt aber nicht das Gefahr droht.

Die wichtigen Zahlen sind die, die ernsthaft erkrankt sind. Die Wahrscheinlichkeit trotz Impfung ernsthaft zu erkranken liegt unter 0.01%.

Und darum geht’s. Bei 8 Millionen Einwohnern in Österreich sind das 80 Menschen, die statistisch noch in Gefahr sind.

Also lasst euch Impfen.

Und an die Regierung, checkt das bitte auch endlich und ändert die Indikatoren für Maßnahmen. Infektionsinzidenzen sind nicht mehr relevant.

Impfpflicht in den Twittertrends

Der Begriff trendet und die Querdenker müssen sich nicht verstecken.

Daher kurz zur Erklärung an alle 2 Fakten. Wenn ein Land fast zu 100% geimpft ist, wird es trotzdem Coronafälle geben und natürlich wird es darunter mehrheitlich Geimpfte geben, aber es müssen die absoluten Zahlen hier beachtet werden. Nämlich dass es deutlich weniger Fälle gesamt gibt und auch deutlich weniger Hospitalisierungen und Tote und das war immer Sinn und Zweck der Impfung.

Leider reagiert die Politik aber falsch auf die Zahlen. Statt zu beachten, dass es viel weniger ernsthaft Erkrankte unter den Infizierten gibt und dies als Erfolg zu verbuchen wird weiterhin panisch über Maßnahmen beraten.

Das ist Futter auf den Mühlen der Querdenker, ganz schlechtes Marketing.

2. Fakt und der ist zugegeben was was man erstmal schlucken muss. Es gibt einen Unterschied zwischen Impfpflicht und Pflichtimpfung. Eine Impfpflicht wäre wenn man uns tatsächlich zur Impfung verpflichtet uns also einen Termin zuteilt zu dem wir erscheinen müssen und wenn dies nicht passiert wird man abgeholt und unter Zwang geimpft. Das wird in Österreich nicht passieren.

Eine Pflichtimpfung jedoch, die gab es schon immer, für Berufsgruppen, für Kindergärten, für bestimmte Länder in die man reisen möchte.

Man hat immer die Wahl. Die Wahl den Beruf zu wechseln, die Wahl das Kind nicht in den Kindergarten zu schicken, die Wahl in welche Länder man reist.

Natürlich ist das eine Einschränkung aber es ist keine Impfpflicht. Es ist eine Pflichtimpfung.

Impfpflicht gab es zuletzt gegen die Pocken und ich weiß das wird man Querdenker anders sehen, aber ich bin sehr froh dass wir keine Pocken mehr haben.

Nur ein Blog Post ;)

Der Unterschied zwischen Männern und Frauen.

Ich habe gerade ungefähr 5 Mal mehr Wäsche von mir als von ihm von Wäscheständer geholt.

Immer wieder erstaunlich wie sparsam mein Mann ist. Die letzten Wochen waren sehr heiß also wurde in der Arbeit natürlich die Arbeitskleidung getragen und Zuhause gar nichts 🤣.

Das merkt man an der Wäscheleine. Während ich bei warmen Temperaturen richtig Freude daran habe täglich ein anderes Outfit aus meinen Sachen zusammen zu kombinieren sind Männer (nicht alle) da schon etwas einfacher gestrickt.

Spart mir Arbeit, aber wenn mir schon die Unterwäsche ausgeht weil ich immer noch keine volle Ladung zusammen habe, muss eben das Sparprogramm laufen.

In letzter Zeit bin ich sowieso sehr faul und schätze es wenn ich nicht viel zu waschen habe. Genauso wie wir immer wieder das gleiche Geschirr schnell abspülen und wieder verwenden. Anderenfalls würde sich das Geschirr stapeln und von den vollen Müllsäcken, die Mal wieder raus müssen will ich gar nicht reden.

Dann steht da noch der alte Gaming Sessel am Balkon und wurde schon mehrfach durchgewaschen durch den Regen. Da könnte man sicher schon Kresse drauf sehen so durchfeuchtet wie der ist.

Und die Palettenbank, die mir mein Paps extra nochmal umgebaut hat, mag ich auch nicht mehr. Irgendwas muss sich Mal ändern. Ich langweile mich. Wird Zeit für Reisen, aber geht ja immer noch nicht so richtig. Also muss die Wohnung sich verändern. Ich brauche Veränderung wann immer es geht.

Da reicht es leider nicht dass Schwiegermutter unsere Blumen umgetopft hat 🤣.

Ich bin schon froh, dass ich mich am Wochenende Mal wieder zum Staubsaugen aufraffen konnte.

Dafür hab ich mir gestern Wattpad angesehen und eine sehr süße Geschichte gelesen und mir gedacht, dass kann ich auch und angefangen eine heiße Lovestory zu schreiben 😉.

Vielleicht verlink ich die irgendwann Mal hier wenn sie fertig ist.

So und jetzt muss ich noch viel trinken, heute geht’s zum wöchentlichen Training ins Ems Studio. Schwitzen was geht und am Abend faul sein dürfen. Herrlich.

Der Flohmarkt ist eröffnet

Wer es noch nicht gesehen hat. Ich habe eine Flohmarkt Seite gemacht. Unter Ellis Flohmarkt verkaufe ich alten Stuff den wir nicht mehr brauchen um die Wohnung zu entrümpeln und für den künftigen Umzug gerüstet zu sein. Also setzt euch schon Mal ein Lesezeichen und schaut hin und wieder vorbei.

Ich war auch nicht immer so

Ich kenne viele Frauen und auch Männer, die mit ihrem Selbstbewusstsein zu kämpfen haben.
Diejenigen davon, die meine Freunde sind, bewundern mein Selbstvertrauen und die es nicht sind, halten mich für arrogant.
Aber ich war nicht immer so. Es hat Jahre gedauert und war viel Arbeit so zu werden, wie ich heute bin.

Früher war ich sehr unsicher und hatte ein verzerrtes Selbstbild. Selbst wenn schlank war, hielt ich mich für fett.
Traute mich nicht Röcke, Kleider und schöne Schuhe zu tragen.

Zum Beispiel hatte ich das Gefühl dass meine großen Füße in Schuhen mit Absatz aussehen als würden sie da richtig herausquellen. Ich hatte Fotos zum Beweis dass es nicht so ist und fühlte mich trotzdem Unwohl.

Heute trage ich solche Schuhe auch nicht, aber vor allem weil ich erstens nicht damit laufen kann und sie zweitens einfach unbequem und unnötig sind.

Heute trag ich zu allem Sneaker und scher mich nicht darum was andere davon halten. Hauptsache bequem und gesund für meine Füße. Ich bin zu alt für unbequem.

Meine eigene Unsicherheit hat sich schon aus meiner frühesten Kindheit bis ins Erwachsenenalter durchgezogen.
Heute sehe ich Fotos und weiß, bis zum ersten Ausraster meiner Schilddrüse mit 16 war ich schlank.

Ich hatte einen flachen Bauch, schöne lange Beine und war auch sonst gut gebaut. Und das war auch der Knackpunkt, ich war im wahrsten Sinne gut gebaut. Ich war schon immer größer und breiter als alle in meiner Altersklasse.
Aber ich war damals nicht übergewichtig. Ich kannte sogar eine Mitschülerin, die war deutlich übergewichtig, aber sie war klein und zierlich gebaut und ich beneidete sie darum.

Heute weiß ich, dass war bescheuert. Und wer weiß welche innerlichen Konflikte sie mit sich auszutragen hatte, wenn sie morgens vor dem Spiegel stand.

Die Dinge haben sich geändert, Bodyshaming findet nach wie vor statt, allerdings hauptsächlich in der Anonymität des Internets. Aber auch das Gegenteil ist der Fall. Viele Menschen feiern heute Kurven. Auch die, die deutlich dem Übergewicht geschuldet sind. Ein Ideal gibts nur noch bei GNTM, aber im TV (Filme und Serien) sieht man immer öfter Frauen mit Kurven und zwar nicht mehr als die hässliche beste Freundin der schönen Hauptdarstellerin.

Und das ist auch gut so. Wir machen uns selbst zu viele Gedanken über unser eigenes Bild.

Kürzlich habe ein tolles Buch gelesen. „Am Arsch vorbei geht auch ein Weg“ (die Fortsetzung) von Alexandra Reinwarth. Ich habe schon vor ein paar Jahren den ersten Teil gelesen und es geliebt. Auch die Autorin musste erst lernen, dass es nicht so wichtig ist wie man aussieht, sondern dass man sich wohl fühlt. Ihr Körper war von der Geburt eines Kindes gezeichnet und sie musste lernen, dass sie trotzdem im Bikini an den See gehen kann und es niemanden interessiert. Genauso wie es niemanden interessiert ob ich mir Arme und Beine regelmäßig rasiere oder nicht. Früher habe ich mich vor jedem Gang in die Sauna und immer wenn ich Shorts tragen wollte erstmal komplett kahl geschoren, nirgends sollte ein Haar zu sehen sein. Was für ein Quatsch! In der Realität interessiert dass niemanden. Nur ein paar Incels in den sozialen Medien, erklären dir, dass du nicht fuckable bist, was ja an sich schon ein Witz ist, denn die würden echt jede nehmen, die sie ran lässt.

Erst kürzlich schrieb mir ein Mann in einem Forum, nachdem ihm die Argumente ausgingen, dass er mich nicht anfassen würde. Aber nur mich. Denn in der Diskussion ging es darum, dass seiner Meinung nach, Männer nicht sexuell belästigt werden können, weil er ja immer will. Tja nach einigem hin und her wollte er mit mir dann nicht mehr und ich hatte meinen Punkt und fragte ihn wie er es denn dann fände wenn ich mich ihm aufzwänge 😉 .

Und damit sind wir auch schon am Punkt angekommen. Bodyshaming im Netz hat nichts mit dir zu tun sondern nur mit dem von dem es kommt. Er/ Sie muss sich einfach einreden, dass er/sie nicht unfreiwillig enthaltsam ist sondern weil er/sie so hohe Ansprüche hat, denen wir einfach nicht gerecht werden. Wir sind nämlich zu groß, zu klein, zu dick, zu dünn etc. In Wahrheit sind wir einfach zu anspruchsvoll und lassen die nicht ran. Und warum? Tja ich hab eben auch meinen Stolz und das muss man sich bewusst machen. Ist eine Beleidigung von einem (geistig )13-jährigen wirklich etwas das mich berühren sollte? Wohl kaum.

Und dank dem EMS Training, dass ich seit einigen Jahren nun betreibe, hab ich für mich ein tolles Körpergefühl entwickelt und bin rundum zufrieden. Es gibt nichts was an meinem Körper ändern muss. Nur was ich ändern will und da gehts nicht um Optik sondern um Gesundheit, Nachhaltigkeit, Tierschutz. Mehr vegan essen zum Beispiel. Das will ich. Aktuell bin ich vegetarisch unterwegs, weil ich auf gewisse Dinge (Käse <3) nicht verzichten will.

Und Selbstvertrauen hängt nicht nur vom Körpergefühl ab. Ich weiß nicht nur, dass ich sexy bin und es viele gibt, die mich wollten wenn sie denn nur könnten. Ich weiß auch, dass ich Köpfchen habe. Ich bin erfolgreich und glücklich im Beruf. Ich brauche keine Komplimente, denn ich kenne meinen Wert, aber die Menschen hassen es. Ich finde es eben witzig, wenn mir jemand ein Kompliment macht und ich mit „Ich weiß“ antworte und das Gegenüber nur verdutzt drein schaut. Ich bedanke mich trotzdem, so ist es ja nicht. Aber anscheinend sind viele Komplimente nicht ernst gemeint, wenn man beleidigt ist, dass die betroffene Person nicht bescheiden abwinkt, weil sie es gar nicht annehmen kann.

Wenn mir jemand sagt, dass ich wunderschön bin oder sexy oder intelligent, dann ist das sehr nett, aber ich wusste das schon. Ich werde also nichts zurückgeben aller “ geh bitte übertreib nicht“ und mich verschämt wegdrehen.
Ich werde sagen, danke, dass du meine Qualität zu schätzen weißt. War ja auch harte Arbeit da hin zu kommen.

Und ganz ehrlich, den Hate den ich bekomme, weil ich selbstbewusst auftrete, den genieße ich, denn er ist eine Bestätigung. „Hass mich nicht, weil ich schön bin“ kann man sich aufs T-Shirt drucken lassen, ich nehme dann, „Hass mich ruhig weil ich schön, stark und klug bin, aber glücklich wirst du davon auch nicht“.

Und deshalb hasst mich ruhig wenn ihr das hier lest. Dieser Beitrag ist für all jene, denen es noch an Selbstvertrauen mangelt. Ich weiß es ist nicht leicht, aber lernt euch zu akzeptieren und erkennt eure Stärken. Jeder hat Fähigkeiten, die ihn/sie von der Masse abheben, findet sie und feiert euch einfach mal selbst, weil ihr echt geile Menschen seid und nicht das was irgendwelche Vollspackos im Netz schreiben. Ich habe diese selbstbewussten Menschen immer bewundert und immer gesehen, wie viel Hass ihnen entgegen geschleudert wird und mich trotzdem entschieden so ein Mensch zu werden. Weil man selbst einfach viel glücklicher ist, wenn man sich selbst kennen und lieben gelernt hat.

Wir sind mehr

Wir sind mehr als die Summe unserer Teile, dem würde wohl kaum jemand widersprechen.

Ich brauche keine Definition und auch keine eigenen Pronomen, aber ich respektiere jeden, der dies möchte und werde es auch so nutzen, ich frage mich nur ob es nicht eher die Gesellschaft mit ihren Normen ist, die uns das Gefühl gibt, nicht normal zu sein und deshalb eine andere Identität suchen zu müssen.

Ich bin eben nicht typisch Frau obwohl ich es biologisch bin, aber ich bin auch nicht wie ein Mann. Laut Definition wäre ich non-binär, aber ich definiere mich selbst lieber als Mensch. Wer über mich spricht sollte vielleicht einfach meinen Namen verwenden, als sich über Pronomen Gedanken zu machen.

Wie kommt man eigentlich drauf, nicht dem eigenen Geschlecht zu entsprechen? Liegt es nicht an den Vorgaben?
Mädchen sollen mit Puppen spielen und dürfen Kleider tragen und Jungen sollen das nicht. Jungs sollen nicht weinen. Ich gebe es zu, würde ein Mann vor mir weinend zusammen brechen wäre ich perplex, weil ich sowas noch nie gesehen habe, aber auch weil ich nicht gut mit Emotionen umgehen kann.

Eine Kollegin saß mal weinend an ihrem Platz im Büro. Ich hätte ihr gerne geholfen, wusste aber nicht was man in so einer Situation machen soll. Ich hab eine andere Kollegin informiert, sie hat sich um sie gekümmert. Sie wusste eben wie das geht.

Ich bin aber nicht völlig emotionslos. Ich bezeichne mich selbst als Soziopath, auch wenn nicht alle Punkte dieser Störung auf mich zu treffen ist es wohl die passendste Art meinen Charakter zu beschreiben.

Ich habe soziale Bindungen, übernehme Verantwortung und führe eine langjährige Beziehung. Aber mir ist eine klare Ablehnung sämtlicher sozialer Normen, Regeln und Verpflichtungen eigen. Ich halte mich an Gesetze, aber nicht an das, was sich gehört und man von mir erwartet. Ich sprenge gerne die Erwartung anderer. Ich kenne keine Schuldgefühle. Erstens weil ich ja bisher niemanden was böses getan habe und alles was ich getan habe was andere falsch finden, hab ich aus voller Überzeugung getan. Deshalb muss ich auch keine Schuld empfinden.

Ich wünsche mir manchmal den Tod von jemandem. Sollte dies eintreten (was schon vorkam), dann fühle ich keine Schuld, warum auch, war ja trotzdem nicht meine Schuld und einen schlechten Menschen, womöglich einen Verbrecher nach seinem Tod nichts schlechtes mehr nachzusagen, weil man sowas nicht macht, das habe ich nie verstanden.

Ich glaube, dass was „normal“ ist, ist eine Illusion, die von der Gesellschaft aufrecht erhalten wird obwohl sie selbst dieser Norm gar nicht entspricht. Warum machen wir das? Sind wir nicht mehr als das. Wollen wir uns nicht weiterentwickeln. Zu behaupten die Abweichler wären eine Minderheit ist töricht. Die Natur zeigt deutlich, dass es bei Bevölkerungsüberschuss völlig normal ist, dass auch Tiere (z.B. Affen) gleichgeschlechtliche sexuelle Verbindungen eingehen um sich noch weiter fortzupflanzen. Für die Menschheit besteht schon lange kein Bedarf mehr sich exponentiell fortzupflanzen. Im Gegenteil, es täte uns gut wenn die junge Generation zu 50% auf Kinder verzichtet. Nur die Politik und Wirtschaft erzählt uns dass wir Nachwuchs brauchen weil sonst das System zusammen bricht. Wer ein System auf ständigem Wachstum aufbaut ist zum Scheitern verurteilt.

Ich mag in einer Heterobeziehung sein, aber ich hätte auch nichts gegen eine Beziehung zu einer Frau. Es zählt nur der Charakter für mich, nicht die Geschlechtsteile oder die XY Chromosomen. Ich habe nie einen Kinderwunsch gehabt, mir nur erzählen lassen, das würde noch kommen, was darin endete, dass ich mal schwanger wurde und erkannte, dass ich das nie wollte. Also hab ich die Schwangerschaft beendet und hatte nie Zweifel, keine Schuldgefühle. Das redet man den Frauen gerne ein, dass man Schuldgefühle bekäme. Wer seine Entscheidungen überlegt trifft, wird nichts im Leben bereuen.

Ich habe so viele Entscheidungen getroffen, die auf den ersten Blick falsch wirkten, aber letztens Endes richtig waren. Warum sollte ich mich heute zum Beispiel ärgern, dass ich nicht Matura gemacht und studiert habe? Ich liebe meinen aktuellen Job, meinen Mann und mein Leben und ich hätte nichts davon, wenn ich damals anders gehandelt hätte.

Damals dachte ich mit mir stimmt was nicht, war depressiv, weil ich nicht richtig funktioniert habe. Aber es lag nie an mir, nur an den Normen. Ich bin mehr als aufgezwungene Geschlechts- und Gesellschaftsnormen.

Die Norm ist eine Illusion. Und weil das so ist, ist auch die Heteronormativität eine Illusion. Heterosexuelle Anziehung dient nur der Fortpflanzung, der Arterhaltung. Darüber hinaus sind wir alle Teil des Regenbogens.

Ich bin keine Frau die auf Männer steht. Ich bin ein Mensch, der auf Menschen steht. Und das sollten wir alle sein, denn das ist wirklich normal.

Liebe ist Liebe, Geschlechter sind Nebensache. Lebt, liebt, habt Spaß.