Warum ich kein Fleisch esse

flat lay photography of vegetable salad on plate

Ich will ehrlich sein, ich esse nicht niemals Fleisch. Manchmal bin ich auch schwach und wenn ich eingeladen werde, verlange ich keine veganen Alternativen.

Aber im meinem Reich, wenn ich zuhause bin und Zeit habe, dann wird immer vegan gekocht.

Und dafür gibt es mehrere Gründe.

Ich hatte seit meiner Pubertät Probleme mit meinen Hormonen, mein Zyklus war unregelmäßig und meine Periode war sehr schmerzhaft. Ich versuchte dieses Problem mit Hormonen zu lösen, ich nahm die Pille, dann nahm ich jahrelang die 3-Monatsspritze und zuletzt nutzte ich die Hormonspirale.

Alles was dafür sorgte, dass ich meine Tage einfach gar nicht bekam, war mir recht.

Aber ich merkte auch die negativen Auswirkungen. Neben Schmierblutungen, Scheidentrockenheit und Pilzerkrankungen, war ich auch einfach häufig depressiv.

Also beschloss ich die hormonelle Verhütung zu beenden. Zu diesem Zeitpunkt lebte ich bereits weitgehend vegan. Fleisch gab es kaum, Milchprodukte mied ich wegen meiner Laktoseintoleranz und Eier kaufte ich auch selten.

Somit war ich nach dem entfernen der Spirale frei von jeglichen Hormonen, nämlich auch von denen im Fleisch aus Massentierhaltung. Ich erwartete das schlimmste, doch bereits nach wenigen Wochen setzte meine Periode ein, dauerte nur 3 Tage, war leicht und mit keinerlei Schmerzen verbunden. Und es war kein Zufall. Erst dachte ich noch an die Abbruchblutung nach dem Entzug der Hormone, doch nach 5 Wochen kam meine Periode erneut. Wieder war sie kurz und schmerzlos.

Meinem Periodenkalender kann ich entnehmen, dass ich immer recht pünktlich dran war. Immer zwischen 4 und 5 Wochen, was eine normale Zyklusspanne ist. Meistens auf den Tag genau, denn mir die App berechnet hatte.

Somit habe ich jede Menge gute Gründe auf Fleisch zu verzichten, denn ich bin einfach zu faul und als Stadtmensch ohne Auto auch gar nicht in der Lage mich selbst um “sauberes” Fleisch zu kümmern.

Und ich habe immer dazu gestanden, dass es mir nicht um Prinzipien ging, sondern nur um meine eigene Gesundheit. Aber heute hab ich etwas gehört, was mich erneut grübeln lässt. Etwas was vermutlich jeder denken würde kam mir in den Sinn.

Es wurden mal wieder Giftköder ausgelegt und eine Katze kam zu Schaden. Sie wird es höchstwahrscheinlich nicht überleben. Und wenn dann mit schweren Schäden, die es notwendig machen, sie einzuschläfern.

Und das ist nicht das erste Mal, dass ich von solchen Fällen höre. Und auch wenn sich die Gesetze bereits ein wenig geändert haben, weiß ich bereits jetzt, dass der Verantwortliche, sollte man ihn denn finden, keine große Strafe befürchten muss. Denn auch wenn der Gesetzestext es vielleicht nicht vermuten lässt, sind Tiere vor dem Gesetz nur eine Sache.

Doch muss man sich die kriminelle Energie mal vor Augen führen. Wer Giftköder auslegt handelt mit dem Vorsatz ein oder mehrere Lebewesen zu töten.

Wenn ich jemanden eine vergiftete Praline an die Windschutzscheibe hänge, mit einem Zettel und einer Entschuldigung, dass ich seinen Wagen touchiert hätte, dann ist das auch nichts anderes als Rattengift in Katzenfutter. Es ist ein Giftköder mit der Absicht jemanden zu töten.

Aber wenn es sich dabei um einen Menschen handelt, wäre es vorsätzlicher Mord und die Höchststrafe würde verhängt. Bei Tieren ist dies nicht so. Und das obwohl der Mord an einem Tier ohne den Selbstzweck Ernährung, genau die gleiche kriminelle Energie erfordert.

Und daher sollte eigentlich jeder von uns, der wie ich entsetzt und wütend ist, wenn ein Tier vergiftet wird auf Fleisch verzichten oder zumindest darauf achten, dass es sich um Tiere handelt, die anständig gehalten wurden. Tiere, die nicht in kleinsten Käfigen gehalten und mit Hormonen und Antibiotika voll gepumpt wurden.

Doch solange wir das billige Fleisch im Supermarkt nehmen, weil es so günstig ist, können wir nichts ändern und sind eigentlich alle Mörder und Tierquäler.

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